Linken-Politikerin Sabine Leidig fordert schnellere Umsetzung von Maßnahmen gegen Schienenlärm

Foto: Pixabay / Sabine Leidig

Nach Ansicht von Sabine Leidig sollten Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Eisenbahn schneller umgesetzt werden. Für die Linken-Politikerin werden zudem Flachstellen immer häufiger zu einem Lärmproblem.

„Wir würden neben einer schnelleren Umsetzung der etablierten Maßnahmen gegen Schienenlärm insbesondere auch innovative Lärmschutzmaßnahmen schneller in die Umsetzung bringen, z.B. gleisnahe niedrige Lärmschutzwände zur Eindämmung des Lärms an der Quelle, besohlte Schwellen, Schienenstegdämpfer oder vibrationsdämmende Unterschottermatten“, erklärte Leidig kürzlich im Gespräch mit der Deutschen Schienenhilfe.

Außerdem sollten Lärmschutzmaßnahmen an den Lokomotiven, der Einbau lärmmindernder Räder sowie eine bessere Wartung der Güterwagen zur Vermeidung loser Teile zur Anwendung kommen, fordert die Politikerin. Ein weiteres Problem stellten Radunebenheiten, sogenannte Flachstellen, dar. Die Beseitigung derartiger Schäden gehöre zur Routine-Instandhaltung. Wenn die Eisenbahnverkehrsunternehmen dies nicht aus Eigeninteresse freiwillig tun, müsse „eine entsprechende gesetzliche Regelung geschaffen werden“, so Leidig weiter.

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) deutete jüngst in einer Konferenz an, man würde mit dem Bundesumweltministerium (BMU) über ein „Gesetz gegen Flachstellen“ nachdenken. Nach Angaben der Deutschen Schienenhilfe, einer Initiative, die sich für einen sicheren und leisen Güterverkehr einsetzt, teilte das BMU jedoch vorerst zurückhaltend mit, dass man erst Studien zu diesem Thema abwarten wolle.


red