Schnelles Handeln verhindert Personenunfall – Lokführer stellt Gleisläufer anschließend zur Rede

Foto: Pixabay (Symbolbild)

Ein 49-jähriger Lokführer hat am Dienstag (7. Juli) auf der Strecke zwischen Brandenburg und Magdeburg durch sein umsichtiges und schnelles Handeln womöglich ein Unglück verhindert.

Laut einer Mitteilung der Bundespolizei war der Lokführer mit einem Güterzug gegen 09:45 Uhr kurz vor dem Bahnhof Genthin unterwegs, als er eine männliche Person im Gleis wahrnahm. Der Zug fuhr zu diesem Zeitpunkt mit etwa 85 km/h. Bei Erkennen der Person leitete der Lokführer eine Schnellbremsung ein und gab ein akustisches Warnsignal ab. Der Gleisläufer entfernte sich jedoch nur zögerlich aus dem lebensgefährlichen Bereich.

Auf dem Güterzug befanden sich zwei Lokführer. Nach dem Stillstand des Zuges konnte einer von beiden den Mann zur Rede stellen und bat ihn um seine Personalien, die dieser ihm auch aushändigte. Bei dem Gleisläufer handelte es sich um einen 29-jährigen Deutschen. Der Lokführer meldete den Sachverhalt seiner Leitstelle, die wiederum die Bundespolizei in Kenntnis setzte. Beim nächsten Halt des Güterzuges, am Haltepunkt in Madgeburg-Rothensee, übergab dieser die Personalien an eine Bundespolizeistreife. Verletzt wurde bei dem Vorfall glücklicherweise niemand. Auch konnten keine Beschädigungen an der Lok selbst oder an den 22 mit Benzin befüllten Kesselwagen festgestellt werden.

Die Bundespolizisten haben gegen den 29-jährigen Gleisläufer ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei zudem wiederholt auf die lebensgefährlichen Folgen eines unerlaubten Gleisaufenthaltes hin. Immer wieder kommt es durch derartige Situationen zu tödlichen Unfällen im Bahnverkehr.


red