Unfallermittler nennen Ursache für tragischen Bahnübergangsunfall im Juli 2018

Foto: BEU | aktualisiert am 12. Juli 2020, 18:54 Uhr

Nach Angaben der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) ist der schwere Bahnübergangsunfall vom 9. Juli 2018 zwischen Schwaigen und Landau an der Isar auf menschliches Versagen zurückzuführen. An der Schrankenanlage fanden zum Zeitpunkt des Unfalls Wartungsarbeiten statt.

Mangelhafte Kommunikation zwischen den Fachkräften der Leit‐ und Sicherungstechnik und dem zuständigen Fahrdienstleiter haben vor rund zwei Jahren zu dem tödlichen Unfall geführt. Das geht aus dem Zwischenbericht der Unfallermittler hervor.

Damals prallte gegen 09:48 Uhr der Personenzug RE 4062 auf der Fahrt von München Hbf nach Passau Hbf auf dem Bahnübergang mit einem Kleintransporter zusammen. Dieser befuhr den Bahnübergang bei erloschenen Straßensignalen und geöffneten Halbschranken. Der Fahrer des Kleintransporters kam bei dem Unfall ums Leben, zwei weitere Personen wurden leicht verletzt. Es entstanden erhebliche Schäden an der Bahnübergangssicherungsanlage. Der Triebwagen wurde im Front‐ und Seitenbereich beschädigt, am Kleintransporter entstand Totalschaden.


red