Oberbaumängel führten im Juni 2015 zur Entgleisung eines Güterzuges

Foto: BEU

Die Entgleisung eines Güterzuges zwischen Mannheim und Ludwigshafen vor rund fünf Jahren ist durch Mängel an der Infrastruktur verursacht worden.

Wie aus dem Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) hervorgeht, ist der Bahnunfall vom 30. Juni 2015 gegen 12:25 Uhr bei Bahnkilometer 107,1 auf „kombinierte Einzelfehler im Oberbau, welche sich u.a. in der Verwindung und der gegenseitigen Höhenlage offenbarten“, zurückzuführen. Durch die Oberbaumängel kam es zur Entgleisung des führenden Drehgestells des an 24. Stelle laufenden Güterwagens. Bei dem verunfallten Waggon handelte es sich um einen Kesselwagen der Gattung Zags, der mit dem chemischen Produkt Butadien beladen war. Güterzug DGS 44676 war auf dem Weg von Basel Bad Bahnhof nach Gelsenkirchen-Bismarck.

Personen kamen bei dem Ereignis nicht zu Schaden. Durch die Entgleisung wurde der Oberbau auf einer Länge von rund 600 Metern beschädigt. Wegen der aufwändigen Anfertigung der beschädigten Spezialschwellen musste das betroffene Gleis mehrere Wochen lang gesperrt werden. Angaben zur Schadenshöhe gehen aus dem Zwischenbericht nicht hervor.


red