26-Jähriger überquert S-Bahngleis und zwingt Zug zum Nothalt

Foto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

Durch sein unüberlegtes und gefährliches Handeln hat ein 26-jähriger Mann eine S-Bahn zu einem Nothalt gezwungen. 

Der Mann war laut einer Mitteilung der Bundespolizei am vergangenen Freitag (10. Juli) um kurz vor 9 Uhr am Münchner S-Bahn-Haltepunkt Marienplatz ins Gleis gestiegen, um zu seiner Freundin auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen. Bei der lebensgefährlichen Aktion hatte der junge Mann offensichtlich nicht mit einem einfahrenden Zug gerechnet bzw. diesen übersehen. Die S-Bahn der Linie S8 konnte rechtzeitig gestoppt werden. Der 26-Jährige blieb unverletzt.

Die Bundespolizei hat gegen den Mann Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Polizeiangaben zufolge ergaben sich durch den Nothalt nur geringfügige Verspätungen auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn. Laut Bundespolizeisprecher Wolfgang Hauner war der Bahnsteig am Marienplatz zum Tatzeitpunkt stark frequentiert, wodurch der Vorfall sehr öffentlichkeitswirksam war.

Die Bundespolizeiinspektion München warnt vor dem Betreten der Gleisanlagen und rät, die nächste S-Bahn als „Durchgang“ zu nutzen, um gefahrlos auf den anderen Bahnsteig zu wechseln.


red