Deutsche Bahn: Barrierefreier Ausbau am Bahnhof Donauwörth kommt gut voran

Foto: DB Netz AG

Die Bauarbeiten zum barrierefreien Umbau des Donauwörther Bahnhofs kommen nach Angaben der Deutschen Bahn trotz Corona-Zeiten wie geplant voran.

Davon haben sich am Dienstag Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der schwäbische CSU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange, der Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Helmut Schütz sowie der Donauwörther Oberbürgermeister Jürgen Sorré gemeinsam mit dem DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla vor Ort persönlich überzeugt. Finanziert wird der Umbau, der rund 43 Millionen Euro kostet, auch mit Fördermitteln des Bundes und des Freistaats Bayern. Der Bund trägt davon 72 Prozent, rund 31 Millionen Euro. 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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„Attraktive, barrierefreie Bahnhöfe, wie in Donauwörth, sind wichtig, um mehr Menschen auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen“, sagte Bundesverkehrsminister Scheuer. „Mit einem Sofortprogramm sanieren wir jetzt kurzfristig weitere Bahnhöfe. Außerdem starten wir noch dieses Jahr ein großes Bahnhofs-Modernisierungsprogramm. Damit es Orte werden, an denen sich die Fahrgäste nicht nur aufhalten, sondern wohlfühlen.“

„Jedes Jahr machen wir jährlich rund 100 Stationen barrierefrei. Es freut mich, dass jetzt der Bahnhof Donauwörth hinzukommt“, ergänzt DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. „In wenigen Jahren entsteht hier ein moderner Bahnhof, der Bahnfahren für alle Reisenden attraktiv und komfortabel macht. Nicht zuletzt leisten wir mit diesem Bahnhofsumbau einen ganz konkreten Beitrag zur Stärkung der Schiene und damit zum Klimaschutz.“

Auch für den Freistaat Bayern ist dieser Ausbau ein essentielles Signal für die Region: „Ich freue mich, dass die Barrierefreiheit im Bahnhof Donauwörth Konturen annimmt. Er zählt zu den wichtigsten Knotenpunkten im Freistaat. Dort ist barrierefreies Reisen nicht nur beim Ein- und Aussteigen, sondern auch beim Umsteigen gefragt. Das Geld des Freistaats ist dort freiwillig, aber bestens investiert. Wir wollen, dass Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, Kinderwagen und schwerem Gepäck eigenständig, schnell und ohne größere Anstrengungen zu den Zügen im Nah- und Fernverkehr sowie von den Zügen in die Stadt kommen können“, so Staatssekretär Klaus Holetschek.

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Für die täglich rund 10.000 Besucher des Bahnhofs wird das Reisen in Zukunft deutlich komfortabler: Die Deutsche Bahn erneuert vier Bahnsteige einschließlich der Bahnsteigdächer und stattet sie mit neuen Zuganzeigern und Sitzgelegenheiten aus. Alle Bahnsteige sind künftig barrierefrei und mit Aufzügen an die neue Bahnsteigunterführung angebunden.

Bereits heute nutzen nach DB-Angaben täglich 2,2 Millionen Menschen in Bayern barrierefreie Stationen. Bund, Bayern und Bahn investieren umfangreiche Mittel in den weiteren barrierefreien Ausbau von Verkehrsstationen im Freistaat. In diesem Jahr sind 160 Millionen Euro dafür eingeplant – und damit über 30 Prozent mehr als 2019. Laut der Deutschen Bahn wurden in den vergangenen fünf Jahren rund 80 bayerische Bahnhöfe barrierefrei, weitere 20 Stationen sollen in diesem und dem nächsten Jahr hinzukommen.


red