Michael Fohrer geht – Deutschlandchef von Bombardier Transportation verlässt Unternehmen

Foto: Bombardier / Bahnblogstelle

Der bisheriger Deutschlandchef von Bombardier Transportation, Michael Fohrer, hat das Unternehmen zum 15. Juli „einvernehmlich“ und „aus persönlichen Gründen“ verlassen.

Er wolle sich neuen Aufgaben widmen, sagte der Manager, der zudem auch sein Amt als Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) in Kürze niederlegen wird. Es obliegt nun dem VDB-Präsidium, den Weg zur Wahl einer Nachfolge für die VDB-Spitze in den kommenden Wochen zu beraten, hieß es in einer Mitteilung des Bahnindustrieverbands. Fohrer hatte erst Ende 2019 die Nachfolge des langjährigen VDB-Präsidenten Volker Schenk angetreten.

„In diesen Zeiten geht es um einen kraftvollen Re-Start für Konjunktur und Klimaschutz mit starker industrieller Basis. Die Bahnindustrie ist prädestiniert, dafür hohe Verantwortung zu übernehmen. Mit Clean Mobility ‚Made in Germany‘ und ‚Made in Europe‘ aus der Krise finden – das war in den vergangenen Monaten aus Überzeugung mein Kernziel als VDB-Präsident“, sagte Fohrer kürzlich in Berlin. „Emissionsfreie Mobilität bleibt ganz oben auf der Agenda. Und das Level-Playing-Field für fairen Wettbewerb gehört dort hin. Denn die Bahnindustrie in Deutschland kann eine Schlüsselrolle für eine neue Epoche der Mobilität spielen. Dieser Mission bleibe ich persönlich verbunden“, so Fohrer.

Das VDB-Präsidium sowie die VDB-Geschäftsführung dankten Fohrer für sein „herausragend erfolgreiches Engagement für die Bahnindustrie und den Klimaschutz insbesondere in der COVID-19-Krise.“ Fohrer habe als VDB-Präsident in dieser Krise mit seiner Persönlichkeit, Erfahrung und Klarheit entscheidend dazu beigetragen, „resiliente Industriestrukturen in Deutschland zu stärken, die Krisenfolgen in der Industrie zu limitieren, systemrelevante Leistungen zu gewährleisten und Clean Mobility für die Zeit nach der Krise voranzubringen“, äußerte VDB-Vize-Präsident Andreas Becker in Berlin.

Fohrer war seit 2008 bei Bombardier Transportation und seit Dezember 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung. Anfangs war er zunächst als Vice President Services für Deutschland und Nordeuropa für das Unternehmen tätig. 2011 übernahm er die Verantwortung für Bombardiers Service-Aktivitäten in Zentraleuropa, Asien und Russland, bevor er ab 2014 den Bereich Services in der neu geschaffenen CEE Region leitete. 2016 übernahm Fohrer die Position des President Locomotives and Light Rail Vehicles. Bevor er sich Bombardier anschloss, arbeitete Fohrer für die Otis Elevator Company. Er hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft von der Universität Pforzheim und hat zudem das Senior Executive Program an der Darden University erfolgreich absolviert.

Die Nachfolge von Fohrer tritt Marco Michel an, der am 15. Juli mit sofortiger Wirkung zum kommissarischen Präsidenten der Region Mittel-, Osteuropa und Israel (CEI) ernannt wurde. Michel war bislang Chief Operating Officer (COO) für die Region CEI sowie für die Region Europa, Naher Osten, Afrika und Indien. Er kam im November 2017 als Vice President Operations, Quality, HSE & Transformation zu Bombardier Transportation. Zuvor hatte Marco Michel eine umfangreiche Karriere bei Siemens, wo er verschiedene leitende Funktionen in Deutschland und Kanada innehatte. Michel verfügt nach Unternehmensangaben über Abschlüsse in Marketing und Finanzen der Heriot-Watt University, Schottland; Ingenieurwesen der Universität Karlsruhe und Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Offenburg, beide in Deutschland.


red