Pläne für Container-Drehkreuz: Deutsche Bahn prüft mögliche Reaktivierung des Rangierbahnhofs Hamm

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Der zu großen Teilen stillgelegte Rangierbahnhof in Hamm soll möglicherweise reaktiviert werden. Die Deutsche Bahn arbeitet an entsprechenden Plänen.

In Hamm (Nordrhein-Westfalen) könnte in Zukunft ein riesiges Container-Drehkreuz entstehen. Wie Sigrid Nikutta, Güterbahnchefin der Deutschen Bahn, kürzlich in einer Diskussionsrunde mit Berliner Parlamentariern sagte, sei man dabei, sich die Grundstücke mit Blick auf den Güterverkehr genau anzuschauen. Das berichten die Deutsche Verkehrszeitung und der Westfälische Anzeiger. Genaue Details zu dem Vorhaben gebe es aber noch nicht, heißt es von Seiten der Deutschen Bahn, da die Planungen noch nicht abgeschlossen seien.

Laut den Medienberichten fußen die Pläne auf einer Konzeptstudie der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die mehrere Varianten für einen Containerumschlag zwischen Straße, Schiene und Wasserstraße vorsieht. Nach Ansicht von Jörg Hensel und Rainer Wilke, den Autoren der Studie, würde eine Reaktivierung des Rangierbahnhofs ökonomische und ökologische Vorteile bringen, schreibt der Westfälische Anzeiger. So könnten die Güter aus den norddeutschen und niederländischen Seehäfen sowie von Industriestandorten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kommen. Damit würde insbesondere im Ost-West-Verkehr eine Alternative zum Lastwagen entstehen, heißt es. Mehrere hundert Arbeitsplätze unterschiedlicher Qualifikation könnten entstehen. Außerdem solle der Lärmpegel deutlich unterhalb des derzeitigen Rangierbetriebs liegen. Zur Erschließung sei allerdings der Bau der Bundesstraße 63n erforderlich.


red