Stadler hat Digitalisierungsspezialist VIPCO übernommen und baut eigenes Engineering-Portfolio aus

Foto: VIPCO / Stadler Mannheim

Der Schweizer Zughersteller Stadler hat mit der vollständigen Übernahme der VIPCO GmbH aus Mannheim sein Portfolio um eine neue Engineering-Tochter mit rund 50 Mitarbeitern in Deutschland erweitert. Schwerpunkt der neuen Stadler Mannheim GmbH ist die Entwicklung von Soft- und Hardwarekomponenten für die Fahrzeugsteuerung und den Retrofit-Bereich. 

In Sachen Fahrzeugsteuerung und Digitalisierung von Schienenfahrzeugen will Stadler nach eigenen Angaben weiterhin auf die konsequente Entwicklung firmeneigener Kompetenzen setzen. Die Übernahme der Mannheimer VIPCO GmbH erfolgte bereits im Juni. „Mit diesem Schritt verfolgen wir konsequent den Weg, verstärkt hauseigene Expertise in den für die Schienenfahrzeugbranche elementaren Bereichen der weiteren Digitalisierung und der Modernisierung von Fahrzeugen auszubauen“, sagt Jure Mikolčić, CEO der Stadler-Division Deutschland. Albrecht Teich, Geschäftsführer der neuen Stadler Mannheim GmbH, ergänzt: „Wir sind stolz, nach langjähriger und sehr erfolgreicher Zusammenarbeit in vielen Projekten nun Teil von Stadler zu sein und unsere Technologien innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln und einbringen zu können.“

Foto: Stadler

Wie der Schweizer Bahntechnikhersteller kürzlich mitteilte, bringe die neue Stadler Mannheim GmbH mit Standorten in Mannheim, Kassel und Halle ausgewiesene und langjährige Expertise im Bereich modernster Soft- und Hardwarekomponenten für die Schienenfahrzeugbranche mit in das Unternehmen. Seit mehr als 20 Jahren gehöre das Team aus rund 50 Ingenieurinnen und Ingenieuren zu den Pionieren und Taktgebern für neue Applikationen und Technologien, die überall dort zum Einsatz kommen, wo Elektronik extremen Umweltbedingungen ausgesetzt ist. Stadler Mannheim will mit seinem Team insbesondere die Entwicklung von Hard- und Softwarekomponenten für die Bereiche Fahrzeugsteuerung und -automatisierung sowie für Kommunikations- und Diagnosesysteme für die gesamte Stadler-Gruppe vorantreiben. Ein weiterer Schwerpunkt soll auf dem Retrofit von Fahrzeugen liegen, um auf diese Weise den Lebenszyklus und Komfort der Züge zu verlängern.


red