Junge Traktorfahrerin fährt gegen Bahnschranke – Intercity-Lokführer muss Zug per Schnellbremsung stoppen

Foto: Bundespolizei

Auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland musste ein Intercity der Deutschen Bahn am Freitag (17. Juli) außerplanmäßig stoppen, weil sich gegen 14 Uhr eine gefährliche Situation zugetragen hatte.

Wie eine alarmierte Bundespolizeistreife am Ereignisort in Kremperheide feststellen konnte, hatte sich ein Traktorgespann dem dortigen Bahnübergang genähert. Zu diesem Zeitpunkt habe das Rotlicht bereits geleuchtet und die Schranken begannen sich zu senkten. Der Fahrerin gelang es trotz Bremsung nicht mehr, vor dem Bahnübergang anzuhalten. In der Folge hatte sich eine Schranke bereits auf den Frontlader gesenkt und somit eine Störung des Bahnübergangs ausgelöst. Der Lokführer des herannahenden Intercity-Zuges erhielt laut Polizeiangaben eine Störungsmeldung und brachte seinen Zug per Schnellbremsung zum Stehen. Zu einer Kollision kam es nicht. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Nach Angaben der Bundespolizei stellte sich heraus, dass es sich bei der Traktorfahrerin um eine 16-jährige Fahrschülerin handelte, die in Begleitung ihres Fahrlehrers war. Die Bahnstrecke war für 45 Minuten gesperrt; Neun Züge erhielten Verspätungen.

Abgerissener Sattelanhänger blockiert Bahnstrecke

Ein anderer Vorfall ähnlicher Art ereignete sich aber auch am Samstag (18. Juli): Wie die Polizeidirektion Neumünster mitteilt, meldete ein Anrufer gegen 10:45 Uhr, dass ein Sattelanhänger den Bahnübergang Itzehoer Straße in Hohenwestedt (Schleswig-Holstein) blockieren würde. Der Fahrer des Sattelkraftfahrzeugs hatte kurz zuvor eben diesen Sattelanhänger im Bereich der Güterstraße aufgenommen und war losgefahren. Beim Abbiegevorgang löste sich dieser und kam unmittelbar vor den Gleisen zum Stehen. Der Fahrer selbst konnte den Anhänger wieder ankuppeln. Zur Sicherheit wurde die Bahnstrecke durch die Bundespolizei vorübergehend gesperrt. Nach rund einer Stunde sei der Streckenabschnitt wieder für den Bahnverkehr freigegeben worden. Personen- oder Sachschäden entstanden nicht.


red