Schweiz: SBB Cargo will verstärkt auf Flexibilitätsansprüche der Kunden eingehen

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Seit etwas mehr als 100 Tagen ist Désirée Baer als CEO der SBB Cargo AG im Amt. Die neue Güterbahn-Chefin der Schweizerischen Bundesbahnen führte kürzlich aus, welche strategischen Stoßrichtungen ihr Unternehmen in Zukunft einschlagen will.

Bei der Vorstellung ihres 100-Tage-Berichts vor gut einer Woche machte Baer deutlich, dass die Corona-Krise auch bei der SBB Cargo „finanzielle Spuren“ hinterlassen habe. Um die Flexibilität und Rentabilität zu steigern, wolle sich das Unternehmen auf die folgenden strategischen Stoßrichtungen konzentrieren:

        • SBB Cargo will künftig verstärkt auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse eingehen und das Angebot auf Flexibilitätsansprüche und spezifische Kundenanforderungen ausrichten. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und die Reaktionsgeschwindigkeit an ein verändertes Umfeld angepasst werden. Die Partnerschaft mit Swiss Combi soll zudem die Marktfähigkeit und die wirtschaftliche Leistung von SBB Cargo weiter stärken.
        • Die vom Gütertransportgesetz und dem Eigner vorgegebene Eigenwirtschaftlichkeit soll konsequent verfolgt werden, was unter anderem eine kontinuierliche Optimierung des Transportnetzes gemäß den Anforderungen des Marktes bedingt. Die Eigenwirtschaftlichkeit hat für SBB Cargo zum Ziel, die Reinvestitionsfähigkeit sicherzustellen.
        • Außerdem nutzt SBB Cargo die ökologischen Vorteile des Schienengüterverkehrs, die für die Verkehrsverlagerung und die nachhaltige, klima- und ressourcenschonende Ausrichtung der Lieferketten wesentlich seien.

Ziel der Sanierung und Weiterentwicklung von SBB Cargo sei es, die Kosten „durch einfache Prozesse und Strukturen“ weiter zu senken. Dies sei „in diesem hart umkämpften Markt anspruchsvoll“. Neben der Entwicklung effizienter Ver- und Entsorgungslösungen für Wirtschaftsräume investiere das Unternehmen auch weiter in die Automatisierung und Digitalisierung. Damit soll SBB Cargo effizienter, flexibler und schneller werden, heißt es. Dadurch ließen sich Strukturkosten senken und gleichzeitig die Marktfähigkeit der Güterbahn erhöhen.


red