Branchenumfrage: Schienensektor bleibt trotz Corona-Krise Beschäftigungsmotor

Foto: DB AG / Frank Kniestedt

Laut einer Umfrage des Karriereportals Schienenjobs.de wollen zwei Drittel der Unternehmen der Eisenbahnbranche in den nächsten 12 Monaten wieder zusätzliche Arbeitnehmer einstellen. Zwei Prozent planen hingegen einen Stellenabbau. 

Nach Ansicht von Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, ist die Eisenbahn nicht nur ein attraktiver Arbeitgeber, sie biete außerdem „sinnvolle Tätigkeiten in einer nachhaltigen und klimafreundlichen Branche.“

Besonders gefragt sind laut der Umfrage Lokführer, Fahrdienstleiter und Zugbegleiter. Aber die Firmen suchen auch stark in den technischen Berufen, also Ingenieure, Architekten oder Konstrukteure. Der Personalbedarf erstreckt sich über die gesamte Schienenbranche. „Die Bahnindustrie sucht weiterhin qualifiziertes Personal, beispielsweise für die Inbetriebnahme von Schienenfahrzeugen und in der Leit- und Sicherungstechnik. Aber auch andere Bereiche im Schienensektor wollen ihren Personalbestand aufstocken“, erklärte Gisela Rose-Bauch, Sprecherin des Allianz pro Schiene-Recruiting-Netzwerks. „Auch nach der Corona-Krise stehen die Zeichen auf Wachstum.

Wie die Branchenumfrage zeige, haben die Corona-Einschränkungen den langfristigen Beschäftigungsaufschwung unterbrochen, ihn aber nicht gestoppt. Laut den Zahlen mussten 33 Prozent der befragten Arbeitgeber auf dem Höhepunkt der Krise Kurzarbeit anmelden, 67 Prozent konnten darauf verzichten. Ein Drittel der Unternehmen hat derzeit bis zum Dezember Kurzarbeit angemeldet, weitere 10 Prozent sogar bis zum Februar 2021. Durchschnittlich dauere die Kurzarbeit sechs bis sieben Monate. Der ganz überwiegende Teil, laut der Umfrage 92 Prozent, der Schienenbranche ist ohne einen Personalabbau ausgekommen. Lediglich acht Prozent haben die Belegschaft verkleinern müssen. Die über Zeitarbeitsunternehmen beschäftigten Arbeitnehmer traf es laut den Zahlen härter – hier strichen 33 Prozent der Firmen Arbeitsplätze, 67 Prozent verzichteten darauf. Im Durchschnitt liegt der Anteil der über Zeitarbeitsunternehmen angestellten Arbeitnehmer in der Branche laut der Umfrage bei unter neun Prozent.


red