Konzernbetriebsrat der Deutschen Bahn AG lehnt „Zweite Bahnreform“ ab

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Der Konzernbetriebsrat der Deutschen Bahn AG (KBR DB AG) lehnt eine „Zweite Bahnreform“ ab. Dies wurde auf der Sitzung in der vergangenen Woche deutlich, an der über 50 gewählte Interessenvertreter aus allen Teilen des Konzerns aus ganz Deutschland teilnahmen.

Stattdessen fordert der Konzernbetriebsrat erneut vehement, die Deutsche Bahn als integrierten Konzern beizubehalten. Außerdem drängten die Betriebsräte darauf, im „Bündnis für unsere Bahn“ bald zu konkreten Lösungen und Vereinbarungen zu kommen. Zudem müsse die Verkehrswende konsequent vorangetrieben werden, um mittel- und langfristig mehr Personen- und Güterverkehr auf die Schiene verlagern zu können.

In seinem Statement sagte Jens Schwarz, Vorsitzender des KBR DB AG: „Wir brauchen keine erneute Bahnreform. Mit dem Investitionsprogramm der ‚Starken Schiene‘ unternehmen wir gerade große Anstrengungen, die verfehlte Investitionspolitik der vergangenen Jahre zu korrigieren und die DB zukunftsfähig aufzustellen. Die ‚Starke Schiene‘ will mehr Miteinander im Konzern erreichen, eine intensivere bereichsübergreifende Zusammenarbeit, um letztlich mehr Verkehr auf die Schiene zu holen. Daher braucht die ‚Starke Schiene‘ einen gestärkten integrierten Konzern.“

Weiter sagte Jens Schwarz: „Die Bahnerinnen und Bahner haben in der Pandemie den Betrieb aufrechterhalten. Gerade von der Politik war in den vergangenen Wochen oft zu hören, wie ‚systemrelevant‘ der Personen- und der Güterverkehr ist. Wenn das keine schönen, aber unverbindlichen Sonntagsreden bleiben sollen, erwarten wir nun konkrete Lösungsvorschläge beim ‚Bündnis für unsere Bahn‘, die den Kolleginnen und Kollegen Sicherheit und eine Perspektive geben.“

Die gesetzten Klimaziele seien nur mit einer Verkehrswende erreichbar, mit mehr Verlagerung der Verkehre auf die Schiene, sagte Jens Schwarz abschließend zur politischen Debatte.


red