Eversholt Rail und Alstom investieren eine weitere Million Pfund in das Breeze-Wasserstoffzugprogramm

Foto: Alstom

Eversholt Rail und der Zughersteller Alstom unterstützen die Wasserstoffzugindustrie in Großbritannien und investieren eine Million Pfund (über eine Million Euro) in britische Wasserstoffzüge. Damit soll eine völlig neue Zugklasse geschaffen werden, die erste 600er-Serie überhaupt.

Mit Hilfe dieser Investition erreicht das Breeze-Wasserstoffzugprogramm die nächste Stufe. Ein schneller Einsatz der mit Wasserstoff betriebenen Breeze-Züge soll die britische Regierung unterstützen, ihre geforderten Dekarbonisierungsziele im Bahnsektor umzusetzen. Wie der Zughersteller mitteilt, werde die Investition in den britischen Wasserstoffzug weitere Initiativen im Wasserstoffsektor nach sich ziehen und eine mögliche nachfolgende nationale Wasserstoffstrategie unterstützen.

Die Breeze-Züge werden im Widnes Transport Technology Centre von Alstom gebaut, das sich derzeit zum wichtigsten Zentrum für die Modernisierung von Zügen in Großbritannien entwickelt. Mit dem Start der Serienproduktion entsteht am Standort in Widnes Alstoms weltweites Kompetenzzentrum für Wasserstoffumwandlung. Dadurch werden im Nordwesten Englands mehr als 200 Arbeitsplätze im Ingenieurwesen geschaffen. Sie tragen entscheidend zur sogenannten levelling-up Agenda des britischen Premierministers bei.

Wasserstoffzüge ermöglichen eine vollständig emissionsfreie Mobilität. Die Fahrzeuge erzeugen keine schädlichen Partikel- oder Gasemissionen. Laut Alstom eignen sich diese Züge ideal für den regionalen Schienenverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken. In Deutschland hat das Unternehmen bereits den Wasserstoffzug Coradia iLint auf die Schiene gebracht. Die zusätzliche Investition soll sicherstellen, dass die Breeze-Züge für einen schnellen Einsatz in Großbritannien bereitstehen, wo immer eine Elektrifizierung mit Oberleitungen nicht möglich ist.

Die Pionierarbeit für eine Wasserstoffzugflotte ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der britischen Eisenbahn. Zukünftig werden alle Züge mit alternativen Antriebsarten unter der Klassifizierung 6xx fahren. Diese neue Zugklasse wurde eigens für den Breeze-Zug entwickelt. Eversholt Rail und Alstom freuen sich über diese Anerkennung.

„Es ist an der Zeit der britischen Wasserstoff-Revolution Starthilfe zu geben. Da die Regierung in umweltfreundliche Technologien investieren will, haben Alstom und Eversholt Rail ihr bereits umfangreiches Engagement für diese arbeitsplatzschaffende Technologie mit einer weiteren Millionen-Pfund-Investition nochmals vertieft. Mit diesem mutigen Schritt unterstützen wir die Wasserstoffambitionen der Regierung und sind der einzige Anbieter eines britischen Wasserstoffzugs. Der „Breeze“ kann überall dort eingesetzt werden, wo sich die Regierung verpflichtet, die britische Eisenbahn mit Wasserstoffzügen auszubauen“, sagte Nick Crossfield, Alstom Managing Director für UK & Irland.

Mary Kenny, CEO von Eversholt Rail, sagte: „Eversholt Rail kann eine stolze Bilanz an Innovationen in Schlüsseltechnologien für Schienenfahrzeuge vorweisen. Diese erneute Investition in das Breeze-Programm unterstreicht unseren Beitrag, zeitnahe und kosteneffiziente Lösungen für den Bedarf an Wasserstoffzügen zu liefern, um die Dekarbonisierung der britischen Eisenbahn zu unterstützen.“


red/pm | Quelle: Alstom