EVG fordert mehr Tempo bei der Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung

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Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) begrüßt die Bemühungen zur Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung im Schienengüterverkehr, fordert gleichzeitig aber auch mehr Tempo bei der Umsetzung. Im Rahmen eines Pilotprojekts soll bis Ende 2022 ein Nachfolger für die herkömmliche Schraubenkupplung gefunden werden.

„Gut, dass es endlich losgeht. Jetzt muss Tempo gemacht werden“, sagte der Stellvertretende EVG-Vorsitzende Martin Burkert. Auch die Beschäftigten werden von der Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) profitieren, ist sich der EVG-Vize sicher, „weil die Sicherheit und Qualität ihrer Arbeit steigt.“

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Burkert wies darauf hin, dass die bis heute übliche manuelle Kupplung körperlich belastend und auch gesundheitsgefährdend sei. „Gekuppelt wird zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Sonn- und Feiertagen, bei jedem Wetter. Die EVG und ihre Betriebsräte sind dringend daran interessiert, dass wir hier zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen kommen.“ Technisch seien die notwendigen Innovationen bereits lange erprobt, „deshalb kann die DAK jetzt relativ schnell eingeführt werden“, so der Gewerkschafter. „Nach unseren Informationen hat die Eisenbahnindustrie auch genug freie Kapazitäten.“

Insgesamt wertet Burkert die DAK als einen „Quantensprung für den Gütertransport auf der Schiene.“ Sie sei die Voraussetzung dafür, „dass der Einzelwagenverkehr in Europa eine Zukunft hat.“ Die DAK könne die Produktivität des Schienengüterverkehrs deutlich steigern und somit seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Verkehrsträger Straße verbessern. „Die Schiene kann so für viele Verlader zu einer echten Alternative zum Transport auf der Straße werden. Das ist allein aus Klimaschutzgründen dringend geboten.“


red