Mann provoziert Lokführer und bereitet Hindernisse – Polizei nimmt 21-Jährigen fest

Foto: Bundespolizei

Am Samstag (25. Juli) hat ein junger Mann den Zugverkehr zwischen Braunschweig und Schöppenstedt in Niedersachsen durch wiederholte Straftaten eine Stunde lang blockiert. 

Weil der 21-Jährige auf der Fahrt von Braunschweig nach Schöppenstedt ohne Fahrschein angetroffen wurde, sollte er in Dettum den Zug verlassen. Anschließend lief der Mann, bei dem es sich nach Angaben der Bundespolizei um einen Asylbewerber gehandelt hat, im Gleisbereich zu Fuß weiter.

Offensichtlich völlig gefrustet habe der Afghane auch nicht Platz gemacht, als ihm ein Zug entgegenkam. Der Lokführer musste bis zum Stillstand abbremsen. Der 21-Jährige posierte provozierend vor dem Triebfahrzeug und warf sogar mit Schottersteinen nach dem Zug. Der Lokführer fotografierte den Mann und sendete die Bilder an die Bundespolizei. Schließlich konnte der Zug die Fahrt fortsetzen. Der nächste Zug aus Richtung Braunschweig kollidierte dann an gleicher Stelle mit drei Rundhölzern, die der Afghane Polizeiangaben zufolge ins Gleis gelegt hatte. Zwei der drei Meter langen Hölzer verkeilten sich unter dem Triebwagen. Der Zug konnte nicht weiterfahren. Die genaue Schadenshöhe muss noch ermittelt werden. Durch den Vorfall fielen mehrere Züge aus.

Nach gemeinsamer Fahndung der Bundes- und Landespolizei sowie durch Einsatz eines Polizeihubschraubers konnten Bundespolizisten den Tatverdächtigen wenig später in Schöppenstedt stellen und vorläufig festnehmen. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung und Leistungserschleichung eingeleitet.


red