Planung für neue ICE-Strecke Hannover–Bielefeld soll in diesem Jahr beginnen

Foto: DB AG / Oliver Lang

Die Planung für die ICE-Neubaustrecke von Hannover nach Bielefeld soll noch in diesem Jahr beginnen. Damit soll die Fahrzeit zwischen beiden Städten in Zukunft auf rund 30 Minuten reduziert werden.

Wie das Bundesverkehrsministerium am Freitag laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, seien eine Planungsvereinbarung und eine frühe Bürgerbeteiligung vorgesehen. Der Ausbau der Strecke sei wichtig für den geplanten Deutschlandtakt mit häufigeren und schnelleren Verbindungen. Dafür wurde Ende Juni ein Zielfahrplanentwurf bestätigt, der festlegt, wie schnell die Züge auf bestimmten Strecken fahren müssen, damit es mit einem schnellen Umstieg an Knotenbahnhöfen klappt.

Ziel des Ausbaus zwischen Hannover und Bielefeld ist es, innerhalb von vier Stunden von Berlin nach Köln zu kommen, bisher benötigt der Zug noch vier Stunden und 20 Minuten. Zwischen Hannover und Bielefeld muss dafür mit Tempo 300 gefahren werden, um in unter einer Stunde von Hannover nach Hamm zu kommen. Dies ist erforderlich, damit in diesen beiden Knotenbahnhöfen der Umstieg in andere Regionen funktioniert und alle von dem schnellen Zug profitieren. Zwischen Hannover und Hamm ist die Bahn dafür derzeit noch zu langsam, die Fahrzeit beträgt im Moment 1:19 bis 1:34 Stunden.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung und Planung soll herausgearbeitet werden, wo die neue Trasse am besten gebaut werden könnte. Dabei müssen aber gleichzeitig die Belange von Anwohnern und Umwelt berücksichtigt werden. In der Region gibt es seit längerem Widerstand gegen eine Neubautrasse. Für das Bahnprojekt sind knapp 1,9 Milliarden Euro veranschlagt. Es soll auch den Regionalverkehr verbessern, der sich die Gleise dann nicht mehr mit ICE-Zügen teilen muss.


red