Bahnhof Ansbach wird bis Ende 2022 barrierefrei ausgebaut

Foto: StMB Bayern

Am heutigen Montag hat der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Ansbach im bayerischen Mittelfranken begonnen. Der Kreuzungsbahnhof, den werktäglich rund 8.600 Ein-, Aus- und Umsteiger nutzen, wird bis Ende 2022 für rund 27 Millionen Euro umgebaut. 

Zum symbolischen ersten Spatenstich trafen sich am Montag die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Bayern, Klaus-Dieter Josel, der Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer, der Ansbacher Landrat Jürgen Ludwig und Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner.

Insgesamt rund 27 Millionen Euro investieren der Freistaat Bayern, der Bund und die Deutsche Bahn in den Bahnhofsumbau. Das Bayerische Verkehrsministerium steuert mit über 20 Millionen Euro den Löwenanteil bei. Schwerpunkte sind neue höhere Mittelbahnsteige sowie eine neue Personenunterführung, die mit Aufzügen und Treppen zu den Gleisen 1 bis 5 führt. Die Bauarbeiten sollen, so die Planung der Deutschen Bahn, bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Für Verkehrsministerin Schreyer ist das Geld, das aus dem Freistaats-Programm „Bayern-Paket II“ stammt, gut investiert: „Die selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen liegt mir besonders am Herzen. Deshalb freue ich mich sehr, dass auch Fahrgäste mit körperlichen Einschränkungen am Bahnhof Ansbach zukünftig problemlos und ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein zu den Gleisen und in die Züge gelangen können. Der barrierefreie Ausbau dieses wichtigen Knotenbahnhofs im bayerischen Bahnnetz kommt aber auch allen anderen Fahrgästen zugute, denn auch mit viel Gepäck, Fahrrädern oder Kinderwagen wird der Zugang zur Bahn deutlich erleichtert.“

Der DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel ergänzt: „Wir investieren heuer für die Bahninfrastruktur im Freistaat mehr als 1,7 Milliarden Euro. Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Ansbach ist dabei ein wichtiger Baustein. Denn: Bayern braucht eine starke Schiene, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein – und darum sind wir dankbar für den finanziellen Rückenwind von Freistaat und Bund, der auch in diesen Zeiten Investitionen ermöglicht.

Bauen im Netz bedeutet häufig auch kurzfristige Einschränkungen im Bahnbetrieb und ist auch für Anwohner nicht immer angenehm. Dabei ist Bauen kein Problem, sondern Teil der Lösung. Wir bauen, damit unsere Kunden bequemer und besser in den Zug kommen – und Züge am Ende pünktlicher und häufiger verkehren können.“

Am Bahnhof Ansbach kreuzen sich die Bahnlinien Nürnberg – Crailsheim – Stuttgart sowie Würzburg – Treuchtlingen. Die Nürnberger S-Bahnlinie S4 verkehrt zwischen Nürnberg, Ansbach und Dombühl. Sie soll im Rahmen eines weiteren Bahnprojekts für die Region bis nach Crailsheim weiter verlängert werden.


red