Rund 2,8 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Rangierbahnhofs Wustermark

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Für den Ausbau des Rangierbahnhofs Wustermark im Landkreis Havelland hat Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) am 21. Juli einen Förderbescheid über rund 2,8 Millionen Euro übergeben.

Mit dem Geld sollen sechs Gleise verlängert und der Bau von Weichen, Oberleitungen und Oberleitungsmasten umgesetzt werden. Auch die Leit- und Sicherungstechnik für den Neubau des elektronischen Stellwerks ist Gegenstand des Vorhabens. Die Gesamtkosten liegen bei mehr als 3,3 Millionen Euro. Von den fast 2,8 Millionen Euro Fördermitteln fließen 512.000 Euro in die Planung.

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Die geplanten Maßnahmen werden aus dem Programm zur Verbesserung der Schienengüterinfrastruktur finanziert und sollen in drei Baustufen bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden. „Wir machen die Schiene in Brandenburg wettbewerbsfähiger. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag in Sachen Klimaschutz“, so Brandenburgs Verkehrsminister Beermann. „Möglich macht das die Verlängerung der Gleise auf 740 m. Denn ein Vollzug ersetzt 52 Lastkraftwagen.“ Ziel sei es, durch die bessere Erschließung von Logistikzentren den intermodalen Gütertransport zu stärken und die Verkehrsträger besser miteinander zu verzahnen, erklärte der Minister. „Mit der Förderung am Rangierbahnhof Wustermark beseitigen wir einen Engpass, weil es bisher im Berliner Raum nicht möglich ist, dass Züge von europäischer Standardzuglänge aufgenommen werden können.“

Der Rangierbahnhof Wustermark liegt in unmittelbarer Nähe zum Berliner Außenring an dem drei der neun transeuropäischen Kernnetz-Korridore Nordsee–Ostsee, Orient/Östliches Mittelmeer und Skandinavien–Mittelmeer verlaufen.

Auf der Strecke Berlin – Hamburg sei die Abfertigung von Zügen europäischer Standardzuglänge bereits heute möglich, für die Strecke Berlin – Hannover ist dies ab dem Jahr 2026 geplant.


red