„Schlimmer Fehler passiert“ – DB-Regio-Vorstand entschuldigt sich nach Kritik von Bahnmitarbeitern

Foto: Bahnblogstelle / DB AG / Screenshot Twitter

Manchmal reichen wenige Worte, um einen Sturm der Entrüstung auszulösen. Das gelang dem Social Media Team der Deutschen Bahn in der vergangenen Woche sehr gut – wenn auch eher ungewollt.

Wenn Reisende DB-Beschäftigte ohne Mund-Nasen-Schutz sehen, können sie diese melden. Mit dieser Antwort auf die Nachricht eines Fahrgastes im Twitterkanal „Deutsche Bahn Personenverkehr“ löste das Unternehmen in den vergangenen Tagen unter zahlreichen Mitarbeitern wütende Kommentare aus. Selbst die beiden Bahngewerkschaften EVG und GDL meldeten sich mit kritischen Statements zu Wort. Für die Arbeitnehmervertreter war der Tweet eine „Aufforderung zur Denunziation“ und „an Schäbigkeit kaum zu überbieten.“

DB-Regio-Vorstand entschuldigt sich

Nun äußert sich Oliver Terhaag, Vorstand Produktion bei der DB Regio AG: „Hier ist ein schlimmer Fehler passiert, und das tut uns aufrichtig leid. Wir bitten Sie dafür um Entschuldigung“, heißt es in einer internen Mitteilung an die eigenen Mitarbeiter. Laut Terhaag habe der besagte Tweet „hohe Wellen geschlagen“, auch wenn er bereits nach wenigen Stunden wieder gelöscht worden war. „Wir wissen und sind dankbar, dass Sie gerade in dieser Corona-Zeit Großartiges leisten, und wir vertrauen Ihnen.“

Auf Nachfrage unserer Redaktion hatte ein Bahnsprecher am Samstag erklärt, dass man bei dem Tweet leider schlicht und einfach „mit einem Standardtext“ falsch geantwortet habe. Weiter hieß es in der Antwort: „Richtig ist erstens: Wir weisen unsere Mitarbeiter allein über die internen Dienstwege an, der Maskenpflicht nachzukommen. Und richtig ist zweitens, was auch immer wieder öffentlich gewürdigt worden ist: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten gerade in diesen Monaten Großartiges und halten den Verkehr auf der Schiene aufrecht.“ Zu weiteren Nachfragen wollte sich die DB-Pressestelle nicht äußern.


red