SPD in Nordrhein-Westfalen spricht sich für Corona-Tests an Bahnhöfen aus

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SPD-Politiker, wie der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, fordern Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer auch an Bahnhöfen.

Wie der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) laut einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers sagte, sollten Corona-Tests beispielsweise in NRW „an den großen Bahnhöfen in Köln und in Düsseldorf zumindest angeboten werden.“ Denn viele Reisende kämen mit der Bahn zurück. Aber auch andere Urlaubsrückkehrer, wie zum Beispiel Autoreisende, könnten unbürokratisch und schnell getestet werden, so der SPD-Politiker.

Es mache „keinen Sinn, zwischen Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten zu unterscheiden“, weil nicht der Urlaubsort, sondern das Verhalten der Reisenden entscheidend für ihr Infektionsrisiko sei. „In Nicht-Risikoländern wie Spanien und Österreich haben wir zum Beispiel sehr riskantes Verhalten gesehen“, so Lauterbach. Die Gefahr durch Reise-Rückkehrer werde insgesamt „noch immer stark unterschätzt“, fügte der Gesundheitsexperte hinzu.

Auch der SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty im Düsseldorfer Landtag verlangt angesichts der Reiserückkehrwelle eine Ausweitung der Corona-Tests. Gegenüber der Düsseldorfer Rheinischen Post sagte Kutschaty: „An einer Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten führt meines Erachtens kein Weg vorbei. Diese wäre auch einwandfrei durchzusetzen, wenn es entsprechende Wahlmöglichkeiten gibt.“ Und die könnten nur lauten: verpflichtender Corona-Test oder zweiwöchige Quarantäne. „Ich wüsste jedenfalls, wofür ich mich entscheiden würde.“ Kutschaty forderte, die Testpflicht aber nicht nur auf Flugreisende zu beschränken. „Auch an Bahnhöfen und Fernbusbahnhöfen kommen jeden Tag Urlauber von ihren Reisen zurück. Hier müssen ebenfalls Testzentren eingerichtet werden.“ Es räche sich jetzt, dass die Landesregierung nicht von Beginn an auf eine Teststrategie gesetzt und vorausschauende Maßnahmen entwickelt habe, so der Oppositionsführer. „Seit Mai haben wir die Landesregierung dazu aufgefordert. Wenn wir das Virus dauerhaft im Griff behalten wollen, dann gibt es neben den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln nur ein Rezept: Das heißt Testen, Testen, Testen – und muss für alle Betroffenen kostenlos sein.“


red