Vossloh übernimmt Schienenfräsarbeiten für ProRail in den Niederlanden

Foto: Vossloh

Gemäß dem Rahmenvertrag übernimmt der Schieneninfrastrukturspezialist Vossloh seit Jahresbeginn die regelmäßigen korrektiven Schieneninstandhaltungsaufgaben für den niederländischen Schienennetzbetreiber ProRail.

Um die teilweise nur vierstündigen Sperrpausen in der Nacht für den Kunden optimal zu nutzen, arbeitet Vossloh dabei mit mehreren Fräsmaschinen im Schichteinsatz. Pro Schicht werden dabei gleich zwei Vollbahnfräsen auf jeweils einem Streckenabschnitt sowie ein Frästruck, insbesondere für die maschinelle Schienenbearbeitung von Weichen und Bahnübergängen, eingesetzt. Vossloh und ProRail hatten 2019 eine vierjährige Rahmenvereinbarung geschlossen.

Damit die Lebensdauer der Schienen verlängert wird, sieht ProRail bei der zyklischen Schieneninstandhaltung einen Abtrag von maximal 0,5 mm vor. Beim korrektiven Schienenfräsen, das zehntel Millimeter genau erfolgen kann, hängt die Höhe des Materialabtrags vom tatsächlichen Zustand der Schiene ab. Bei einer Bearbeitungstiefe von 0,3 bis 2 mm auf der Fahrfläche fräsen die aktuell verwendeten konventionellen Fräsmaschinen des Typs SF03W-FFS durchschnittlich mit einer Geschwindigkeit von 0,7 km/h. Je nach Fehlertiefe können auf diese Weise – inklusive aller notwendigen Vor- und Nachmessungen – bis zu 4,5 Streckenkilometer Gleis pro Schicht gefräst werden.

Matthijs Doesburg, Contract Manager bei ProRail, freut sich über den Arbeitsfortschritt: „Qualität und Leistungsumfang sind wirklich sehenswert. Mit diesem Fräskonzept kommen wir gut voran.“ Barry Bierman, verantwortlicher Projektmanager von Vossloh, ergänzt: „Bei jedem Schichteinsatz zeigen wir unserem Kunden, welches Potenzial in der Frästechnologie liegt. Als noch relativ neues Schienenbearbeitungsverfahren in den Niederlanden freut es uns daher umso mehr, dass wir mit ProRail so vertrauensvoll zusammenarbeiten und gemeinsam jede Herausforderung erfolgreich meistern.“


red