Nach Zugentgleisung bei Hamburg-Eidelstedt – Unfallermittler schätzen Schaden auf niedrigen Millionen-Euro-Betrag

Foto: Bundespolizei

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Pinneberg wird wohl noch bis zum Mittwoch (5. August) gesperrt bleiben. Nach Angaben der Unfallermittler entstand durch die Entgleisung eines Bauzuges in der Nacht auf Sonntag (2. August) ein nicht unerheblicher Sachschaden.

Wie die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) am Montag auf Anfrage mitteilte, handelte es sich bei dem entgleisten Zug um DGV 94758 (Schienenladezug). Der Unfall ereignete sich bei Bahnkilometer 10,743 in Weiche 349. Bei der Entgleisung gerieten drei Wagen aus dem Gleis. Personen kamen nicht zu Schaden. Die BEU schätzt den entstandenen Sachschaden an den Fahrzeugen und der Infrastruktur auf unter zwei Millionen Euro.

Die Ursache für die Zugentgleisung, die sich in der Nacht auf Sonntag gegen 1:40 Uhr ereignete, ist noch unklar. Durch den Vorfall entstanden erhebliche Schäden an der Schieneninfrastruktur, die derzeit behoben werden. Nach Angaben der Deutschen Bahn arbeiten Techniker vor Ort mit Hochdruck an der Störungsbeseitigung. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich bis Mitte der Woche andauern, teilt die DB-Pressestelle mit.

Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr

Die Züge des Fernverkehrs zwischen Kiel Hbf / Westerland (Sylt) / Neumünster und Hamburg Hbf fallen weiterhin aus. Die Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Padborg/Kopenhagen werden umgeleitet.

Die Züge des Regionalverkehrs der Deutschen Bahn verkehren nicht zwischen Hamburg und Pinneberg. Zwischen Elmshorn und Pinneberg nutzen Fahrgäste die Züge der Nordbahn. Zwischen Pinneberg und Hamburg werden die Fahrgäste gebeten, auf die S-Bahn auszuweichen. Dafür wurde ein 5-Minuten-Takt eingerichtet. Fahrgäste zwischen Hamburg und Kiel werden gebeten die Verbindungen über Lübeck zu nutzen.


red