Baden-Württemberg: Schon 14.000 Pendler wegen Schlechtleistung im SPNV entschädigt

Foto: Bahnblogstelle

Das baden-württembergische Verkehrsministerium hat bislang 14.000 Pendler aufgrund der „besonders schlechten Leistungen“ im Schienenpersonennahverkehr auf einigen Linien entschädigt. Anträge sind noch bis zum 31. August möglich.

Seit sechs Wochen läuft die Entschädigungsaktion für Pendlerinnen und Pendler in Baden-Württemberg, jetzt hat Verkehrsminister Winfried Hermann eine Zwischenbilanz gezogen: „Die Anträge werden schnell und zeitnah von unserem Dienstleister DB Regio und DB Dialog bearbeitet. Alles läuft sehr reibungslos und wir erhalten sehr viele positive Rückmeldungen. Das war uns sehr wichtig, denn im Jahr 2019 hatten sich viele Stammkunden im Nahverkehr zu Recht über Verspätungen und Zugausfälle ärgern müssen, das ging mir nicht anders“, unterstreicht Hermann. „Auch wenn es immer noch auf manchen Strecken nicht optimal läuft, etwa durch die Auswirkungen von Großbaustellen wie Stuttgart oder technische Probleme der Züge, hat sich die Situation seit letztem Jahr deutlich verbessert. Und das ist wichtig, denn wir brauchen eine zuverlässige Schiene gerade nach Corona, um unsere Klimaziele zu erreichen“, so der Baden-Württembergische Verkehrsminister.

Stammkunden im regionalen Schienenverkehr in Baden-Württemberg können seit Mitte Juni für einige Strecken den Antrag auf eine einmalige Entschädigung für einen Monatsbeitrag stellen. Entschädigt werden Fahrgäste, die von Schlechtleistungen im regionalen Bahnverkehr zwischen Juli 2019 und Januar 2020 betroffen waren und eine Monats- oder Jahreskarte, ein Abonnement, eine Zeitkarte des DB-Fernverkehrs oder eine Bahncard 100 besaßen.

Nach Angaben des Ministeriums wurden bisher 18.000 Anträge bearbeitet, etwa 80 Prozent davon konnten sehr zeitnah innerhalb weniger Tage genehmigt und die Entschädigungssumme überwiesen werden. Insgesamt seien schon 1,4 Millionen Euro ausbezahlt worden, heißt es weiter. Die Kosten tragen das Land und die betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Die Entschädigungsaktion läuft noch bis zum 31. August und kann für die Strecken Stuttgart – Pforzheim – Karlsruhe (IRE), Stuttgart – Mühlacker – Pforzheim/Bruchsal (RB), Stuttgart – Heilbronn – Würzburg, Stuttgart – Ulm, Stuttgart – Tübingen, Stuttgart – Schwäbisch Gmünd – Aalen – Crailsheim, Breisach/Endingen – Freiburg – Donaueschingen/Seebrugg, Metzingen – Bad Urach, Pforzheim – Horb und Sigmaringen – Aulendorf beantragt werden. Den Antrag auf Rückzahlung eines Monatsbeitrages können Fahrgäste über die Mobilitätsplattform des Landes auf der Internetseite bwegt.de stellen.


red