Bauzug mit angelegter Bremse unterwegs – Bundespolizei ermittelt nach möglicher Manipulation am Fahrzeug

Foto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen, nachdem ein Bauzug am Samstagabend (8. August) mit offenbar angelegter Feststellbremse unterwegs war.

Der Triebfahrzeugführer des aus Waiblingen kommenden Zuges hatte nach Ankunft am Stuttgarter Hauptbahnhof eine Beschädigung an seinem Schienenfahrzeug festgestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen war es durch eine offenbar angezogene Feststellbremse zu einer starken thermischen Belastung an einem Radkranz des Zuges gekommen, erklärte ein Bundespolizeisprecher am Montag. Das Baufahrzeug musste daraufhin zunächst außer Betrieb genommen werden. Der durch den Vorfall entstandene Sachschaden ist noch unklar.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass sich gegen 22:30 Uhr möglicherweise eine Gruppe Jugendlicher, während eines 15-minütigen Halt des Zuges am Bahnhof Fellbach, Zugang zum Fahrzeug verschafft und an der Feststellbremse manipuliert hat.

Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart wertet nun die Videosequenzen am Bahnsteig aus und erhofft sich dadurch weitere Erkenntnisse über die mutmaßlichen Täter. Sachdienliche Hinweise von Zeugen nehmen die Beamten unter der Telefonnummer 0711/870350 entgegen.


red