GDL-Chef Weselsky fordert Reservierungspflicht in Fernzügen der Deutschen Bahn

Foto: GDL / DB AG / Oliver Lang

Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat sich für eine Reservierungspflicht in den Fernzügen der Deutschen Bahn ausgesprochen.

Das sei notwendig, um den Fahrgästen Sicherheit und Gewissheit zu geben, sagte Weselsky am Dienstag im Inforadio vom rbb. Ansonsten würden vielleicht Fahrgäste auf eine Reise verzichten, weil sie „unsicher sind, was erwartet mich denn in den Zügen“. Man müsse sich die Frage beantworten, „wollen wir dem Teil dienen, der am Ende des Tages spontan auf den Zug aufspringt, oder wollen wir dem Teil dienen, der planmäßig eine Zugfahrt vornimmt und der bereit ist, das auch mit einer Reservierungspflicht zu hinterlegen.“

Weselsky betonte, in Corona-Zeiten gehe es darum, die „Gesundheit allem anderen voran zu stellen“. Deshalb müsse gewährleistet werden, dass der Abstand in den Zügen eingehalten wird.

Scharfe Kritik übte der GDL-Chef am bisherigen Corona-Management des Bahn-Konzerns: „Wir hören von der Bahn immer wieder das gleiche. Ob es die Frage der Mund-Nase-Bedeckung, der Durchsetzung der Maskenpflicht ist oder ob es die Frage der Reservierungspflicht ist, die Bahn sagt: Es geht nicht!“ Dabei stelle die Reservierungspflicht „technisch gesehen überhaupt kein Problem dar“, so Weselsky.

Deutsche Bahn gegen Reservierungspflicht

Neu ist die Forderung nicht. Allerdings will die Deutsche Bahn auch weiterhin Spontanreisenden die Fahrt mit den Intercity- oder ICE-Zügen nicht verwehren. Daher schließt das Unternehmen bislang eine Pflicht zur Sitzplatzreservierung aus.


red