Versuchter Kabeldiebstahl auf Bahngelände – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Foto: Bundespolizei

Beamte der Bundes- sowie der Landespolizei konnten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (11./12. August) einen Tatverdächtigen stellen, der versucht hatte, Signalkabel von gelagerten Kabeltrommeln zu stehlen.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilt, befanden sich zwei Personen zu nächtlicher Stunde auf einem Bauhofgelände der Deutschen Bahn in Hamburg-Harburg. Eine vor Ort eingesetzte Präsenzstreife hatte zunächst verdächtige Geräusche wahrgenommen. Im weiteren Verlauf begab sich eine Diensthundeführerin der Bundespolizei mit Schutzhund zur Spurensuche auf das Gelände. Der Diensthund konnte kurz darauf einen der Tatverdächtigen im Gebüsch neben den Bahngleisen stellen. Da der Mann Polizeiangaben zufolge einen Kabelschneider in der Hand hatte und eine „bevorstehende Angriffsgefahr“ bestand, „schnappte“ der Diensthund den mutmaßlichen Täter in den Arm. Nach einem Fluchtversuch konnte der Polizeihund den Mann erneut stellen. Weil der Beschuldigte „erhebliche Gegenwehr“ leistete, wurde er vom Diensthund in den Arm gebissen und anschließend zu Boden gerissen.

Nach einer ärztlichen Versorgung der Bissverletzungen wurde der 41-jährige Tatverdächtige, der bereits polizeibekannt ist, der Untersuchungshaftanstalt zugeführt. Gegen den serbischen Staatsangehörigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines besonders schweren Diebstahls (§ 243 StGB) eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt. Überprüft wird auch, ob der Beschuldigte möglicherweise für weitere Kabeldiebstähle auf dem DB-Gelände verantwortlich ist.

Die Bundespolizisten konnten nach eigenen Angaben umfangreiches Beweismaterial sicherstellen; unter anderem auch den Pkw des 41-Jährigen. Alle Gegenstände sollen nun kriminaltechnisch untersucht werden.

Der zweite Tatverdächtige konnte trotz intensiver Absuche der Umgebung – auch unter Einsatz eines Bundespolizeihubschraubers mit Wärmebildkamera – nicht mehr festgestellt werden. Gegen 3 Uhr nachts wurden die Einsatzmaßnahmen vor Ort eingestellt. Auch zur Identifizierung der zweiten Person werden jetzt intensive Ermittlungen geführt, erklärte der Bundespolizeisprecher.

Aufgrund der Einsatzmaßnahmen mussten die Gleise im Bereich zwischen Hamburg-Harburg und Maschen bzw. Hamburg-Harburg und Buchholz für rund 90 Minuten gesperrt werden. Nach derzeitigem Sachstand der Bundespolizei erhielten 18 Züge insgesamt 1.168 Minuten Verspätung.


red