Tunnelwand besprüht – Bundespolizei stellt Graffitisprayer auf frischer Tat

Foto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

Bundespolizisten gelang es am Mittwochnachmittag (12. August) zwei Graffitisprayer in einem Bahntunnel zu stellen. 

Ein Lokführer hatte die Personen gegen 14:45 Uhr unterhalb der Schnellfahrstrecke Halle (Saale) – Erfurt, auf Höhe der Rattmannsdorfer Teiche, in einem Bahntunnel entdeckt und den Vorfall gemeldet. Beamte des Bundespolizeireviers Halle fuhren unter Inanspruchnahme von Blaulicht und Martinshorn zum Ereignisort. Zeitgleich wurde unterstützend ein Bundespolizeihubschrauber eingesetzt, der die beiden Sprayer orten konnte. Die Bundespolizisten erwischten die zwei Männer im Alter von 28 und 39 Jahren im Bahntunnel auf frischer Tat. Sie hatten dort die Tunnelwand bereits über 28 Quadratmeter besprüht. Die Beamten konnten bei den Tatverdächtigen eine Vielzahl von Sprayerutensilien sicherstellen. Außerdem wurde bei dem 28-Jährigen eine geringe Menge Betäubungsmittel aufgefunden.

Nach Angaben eines Sprechers geht die Polizei aufgrund der „Qualität“ der angebrachten Graffitis davon aus, dass die beiden Deutschen keine Anfänger waren. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden weitere Beweismittel, unter anderem Skizzen/Blackbooks, vorgefunden. Die Ermittlungen dauern an.

Die beiden Tatverdächtigen werden sich nun wegen Sachbeschädigung (§ 303 StGB) verantworten müssen; der Jüngere zusätzlich wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln.


red