Bike+Ride-Offensive: Deutsche Bahn eröffnet größte Fahrradabstellanlage am Zukunftsbahnhof Freising

Foto: DB AG / BK Media Solutions

Am Bahnhof in Freising ist am Sonntag die bislang größte Fahrradabstellanlage der Deutschen Bahn an den Start gegangen. Reisende können dort ihre Räder bequem und vor Witterung geschützt abstellen.

Die im Rahmen der Bike+Ride-Offensive entstandene Anlage ist doppelstöckig und größtenteils überdacht. Sie bietet Platz für bis zu 800 Fahrräder. „Die Kombination Bahn und Rad ist doppelt grün“, sagt Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand des DB Konzerns. In den kommenden Jahren sollen bundesweit bis zu 100.000 neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen entstehen. Laut Pofalla treibe man „damit die Verkehrswende konsequent weiter voran.“ Gefördert wird die Bike+Ride-Offensive durch das Bundesumweltministerium; weitere Gelder für die jetzt eröffnete Anlage kamen von der Stadt Freising und dem Bayerischen Verkehrsministerium.

Wer mit Fahrrad und Bahn unterwegs sei, lebe „gesund und schont das Klima“, so Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Laut der SPD-Politikerin stelle die gemeinsame Initiative besonders für Pendler eine attraktive Alternative zum Auto dar. Außerdem werde dadurch eine umweltschonende Mobilität gestärkt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ergänzt: „Wir unterstützen die Kommunen und Länder dabei, sichere Fahrradwege und moderne Fahrradparkhäuser zu bauen. Dafür legen wir dieses Jahr ein neues Sonderprogramm ‚Stadt und Land‘ auf.“ Ziel sei es, für die Berufspendler auf dem Land genauso wie für die Freizeitradler in der Stadt eine „klimafreundliche Mobilität von Tür zu Tür“ zu schaffen, so Scheuer.

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Laut einer Bahnsprecherin sei die Nachfrage der Kommunen nach Bike+Ride-Lösungen groß. Neue Anlagen dieser Art gibt es bereits an den bayerischen Bahnhöfen Hof und Aschaffenburg, im baden-württembergischen Sinsheim, am hessischen Bahnhof Fulda und in Hamburg-Othmarschen. Weitere Plätze sind in den vergangenen Wochen auch an den brandenburgischen Bahnhöfen Groß Kreutz und Götz sowie an den bayerischen Stationen Bichl und Passau entstanden. Ganz neu ist die Idee nicht, denn bereits vor dem Start des Bike+Ride-Programms standen mehr als 400.000 Stellplätze an den Bahnhöfen zur Verfügung.

Mit den sogenannten Zukunftsbahnhöfen wie in Freising testet die Deutsche Bahn neue Ideen und Services für Reisende und Besucher. Insgesamt 16 dieser etwas anderen Bahnhöfe, die unter anderem zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben werden, gibt es derzeit im gesamten Bundesgebiet. Unternehmensangaben zufolge macht sich die Deutsche Bahn seit Jahren für Umweltthemen stark. Im Fokus stünden dabei zum Beispiel der Schutz von Tier- und Pflanzenarten sowie der Lärmschutz an Bahnanlagen.


red