Vigier Rail und SBB setzen künftig auf eine ökologische Produktion von Bahnschwellen

Foto: Vigier Rail

Bei der Herstellung von Betonschwellen setzen die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ab sofort auf eine ökologische Produktion.

Die SBB benötigen für ihr Streckennetz jährlich rund 150.000 Betonschwellen, die bislang energieaufwendig aus Zement, Kies, Sand und Wasser hergestellt wurden. Durch die chemische Reaktion bei der Herstellung von Zementklinker trat in der Vergangenheit zudem CO2 auf. Ab sofort soll nun eine neue Rezeptur, bestehend aus Betongranulat aus alten Schwellen und klimafreundlichem Zement verwendet werden. So ließen sich jährlich bis zu 8.000 Tonnen Kies und 570 Tonnen CO2 einsparen.

In enger Zusammenarbeit mit Lieferant Vigier Rail habe man die Betonrezeptur optimiert und erfolgreich getestet. Wie die SBB mitteilen, enthalten die neuen Betonschwellen sogenannten CEM-II-Zement. Dieser weise einen geringeren Anteil Zementklinker auf und verursache daher in der Produktion auch weniger CO2-Emissionen als der bisher verwendete CEM-I-Zement. Durch eine möglichst lange Lebensdauer der Anlagen und die Wiederverwendung von Material sollen laut den SBB natürliche Ressourcen eingespart werden. Das schone die Umwelt und zahle sich auch finanziell aus, heißt es.

Die Produktion der ökologischen Betonschwellen hat nach Angaben des Schweizer Bahnunternehmens bereits in der vergangenen Woche begonnen. Neben den SBB beziehen auch die BLS und andere Bahnunternehmen Betonschwellen von Vigier Rail.


red