Deutsche Bahn: Aus der versprochenen Einstellungsoffensive wird ein „Offensivchen“

Foto: Bahnblogstelle

Bei der Deutschen Bahn fehlen in den kommenden Jahren altersbedingt mindestens 100.000 neue Mitarbeiter. Doch aus der bislang versprochenen „größten Einstellungsoffensive“ des DB-Konzerns, wird wohl bald ein „Offensivchen“.

Wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen heißt, werden für das Jahr 2020 zwar noch insgesamt knapp 25.000 Neueinstellungen ausgewiesen, bis 2024 soll die Zahl aber kontinuierlich auf 14.000 neue Mitarbeiter pro Jahr sinken. Das berichtet der SPIEGEL. Besonders heftig falle die Reduzierung bei der für den wichtigen Ausbau der Infrastruktur zuständigen DB Netz AG aus – hier halbiere sich die Zahl innerhalb der nächsten drei Jahre. Auch bei der für die Verkehrswende dringend benötigten Güterverkehrssparte seien es laut Auskunft des Bundesfinanzministeriums statt 2.100 neuer Kolleginnen und Kollegen im Jahr 2020 nur noch knapp 1.700 im Jahr 2024.

Trotz der finanziell schweren Lage des Unternehmens, auch durch die Corona-Krise, hatte die Deutsche Bahn bislang immer betont, dass man bei den Neueinstellungen nicht sparen wolle. Die nun durch den Bund als Eigentümer des DB-Konzerns zur Verfügung gestellten Zahlen sorgen bei den Gewerkschaften bereits für Unruhe.


red