Deutsche Bahn bietet jungen Menschen mit „Chance plus“ Einstieg in die Arbeitswelt

Foto: Bahnblogstelle (Archiv)

Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben und Geflüchteten ohne Berufsausbildung bietet die Deutsche Bahn mit „Chance plus“ einen Einstieg in die Arbeitswelt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen ab Anfang Oktober insgesamt 17 neue „Chance plus“-Klassen starten – hierfür finden derzeit bundesweit Info- und Auswahlveranstaltungen statt. Angeboten wird die Ausbildung in Berlin, Bremen, Dortmund, Frankfurt, Halle, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Die Förderung in Form einer praxisorientierten Berufsvorbereitung beinhaltet Unternehmensangaben zufolge betriebliche Einsätze, schulische Ausbildung, Vermittlung von Methoden- und Sozialkompetenz sowie Berufsorientierung. Ein Viertel der rund 300 Plätze im Programm ist laut einer Bahnsprecherin für Geflüchtete vorgesehen.

Chance plus umfasst 16 verschiedene fachliche Schwerpunkte, unter anderem Vegetationspflege, Service am Bahnhof, Service im Zug oder Elektronik. Die Teilnehmer lernen dabei mit Begleitung von betrieblichen Betreuern die Arbeit in der Praxis kennen. In Zusammenarbeit mit ZukunftPlus e.V. werden den Jugendlichen außerdem ausgebildete Sozialpädagogen an die Seite gestellt, heißt es. Während der gesamten Zeit sollen die Teilnehmer unterstützt und auch gezielt auf Bewerbungsgespräche und Einstellungstests vorbereitet werden.

„Durch ‚Chance plus‘ konnten wir bereits viele tolle und motivierte neue Mitarbeitende gewinnen“, sagt DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Im vergangenen Jahr haben wir 80 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in eine Ausbildung oder ein direktes Beschäftigungsverhältnis übernommen.“

Um am Bildungsprogramm teilnehmen zu können, müssen interessierte Jugendliche einen Schulabschluss mitbringen und bei der Bundesagentur für Arbeit als „Ausbildungsplatz suchend“ gemeldet sein. Nach dem Abschluss der zehn- bis zwölfmonatigen Einstiegsqualifizierung erhalten die Teilnehmer ein Abschlusszeugnis sowie ein Zertifikat von der jeweiligen Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Nach DB-Angaben haben seit dem ersten Jahrgang 2004/2005 bereits rund 5.500 junge Menschen das Programm absolviert.


red