Schwerer Unfall am Bahnübergang nahe Zickhusen – Regionalzug kollidiert mit Lkw

Foto: Feuerwehr Zickhusen

Am Mittwochmorgen (26. August) gegen 9:50 Uhr hat sich nahe der Ortschaft Zickhusen in Mecklenburg-Vorpommern am Bahnübergang der B106 ein schwerer Unfall ereignet.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei waren an dem Unfall zwei Lkw sowie eine Regionalbahn beteiligt, wobei sich der Lkw mit Anhänger auf dem Bahnübergang befunden haben soll, als sich die Schrankenanlage schloss. Unmittelbar nach dem Schließvorgang näherte sich der Regionalzug, der trotz Einleitung des Bremsvorgangs den Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Nach Angaben eines Bundespolizeisprechers sagten Zeugen aus, dass der Triebfahrzeugführer die im Zug befindlichen Fahrgäste noch gewarnt habe, dass es gleich zu einer Kollision komme. Bei dem Zusammenprall wurde das Führerhaus des Lkw von der Ladefläche sowie dem Anhänger getrennt. Die Ladefläche sowie das Fahrwerk des Führerhauses wurden durch den Zug rund 25 Meter weit mitgerissen.

Die neun Fahrgäste und die Zugbegleiterin erlitten offenbar keine Verletzungen und wurden mit einem bereitgestellten Bus zu ihren Zielbahnhöfen gebracht. Auch der Lkw-Fahrer und der Triebfahrzeugführer zogen sich laut Polizeiangaben wie durch ein Wunder nur leichte Verletzungen zu. Beide wurden zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Bahnübergang sowie die Gleisanlagen wurden derart beschädigt, dass mit einer längeren Sperrung des Bereichs zu rechnen ist.

Die weiteren Ermittlungen wurden durch die Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der DEKRA und der Bundestelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) übernommen.


red