Lok im Rangierbahnhof München Laim entgleist – Bundespolizei ermittelt

Foto: Bundespolizei | aktualisiert am 28. August 2020, 14:43 Uhr

Aufgrund eines Bahnbetriebsunfalls kam es am Donnerstag (27. August) im Bereich des Rangierbahnhofs München Laim zu Beeinträchtigungen in Richtung München Süd.

Gegen 7:50 Uhr war es bei Rangierarbeiten auf der Weiche 701 zur Entgleisung einer Lokomotive des Bahnunternehmens SBB Cargo gekommen, wie die Bundespolizei am Freitag bestätigte. Infolge des Unfalls waren bis zum Nachmittag keine Zugfahrten zwischen München Laim und München Süd möglich.

Nach ersten Ermittlungen kommt als mögliche Ursache die Umstellung einer Weiche, während die Lok diese überfuhr, in Betracht, sagte ein Bundespolizeisprecher. Ob dies technisch bedingt war oder von DB-Mitarbeitern ausgelöst wurde, ist derzeit noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Der Lokführer erkannte die Umstellung und brachte sein Triebfahrzeug aufgrund der geringen Geschwindigkeit nach rund 10 Metern zum Stehen. Dennoch entgleiste die Lok mit einer Achse.

Polizeiangaben zufolge entstanden dabei Schäden am Gleiskörper sowie an der Weiche. Zur genauen Höhe des Sachschadens liegen derzeit noch keine Informationen vor. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.


red