Renitenter Maskenverweigerer zieht Notbremse nach Streit mit Sicherheitsmitarbeiter

Foto: EVN (Symbolbild)

Ein 37-jähriger Mann hat am Mittwochnachmittag (26. August) grundlos die Notbremse einer Regionalbahn betätigt und damit den Zug auf freier Strecke zum Stehen gebracht.

Weil der Mann am Bahnhof Pinneberg die Regionalbahn ohne Mund-Nasen-Schutz betrat, machte ihn ein Sicherheitsbediensteter auf den Misstand aufmerksam. Polizeiangaben zufolge gerieten die beiden anschließend in Streit. Der Sicherheitsbedienstete versuchte den laut und aggressiv wirkenden 37-Jährigen daraufhin zu beruhigen, bis dieser schließlich einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzte. Wenig später sprang der Mann, bei dem es sich um einen iranischen Staatsangehörigen handelte, jedoch von seinem Sitzplatz auf und begab sich zum nächsten Notbremsgriff. Durch das Betätigen der Notbremsung kam der Zug aus einer Geschwindigkeit von ca. 160 km/h auf freier Strecke zum Stehen.

Nachdem der Mann erneut durch den Sicherheitsmitarbeiter beruhigt werden konnte, setzte der Zug seine Fahrt fort. Mit einer ca. 15-minütigen Verspätung erreichte der Zug gegen 17:10 Uhr den Bahnhof Hamburg-Altona. Verständigte Beamte der Bundespolizeiinspektion Hamburg warteten dort bereits auf die Ankunft der Regionalbahn und stellten die Identität des Mannes fest.

Gegen den 37-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.


red