Nach Gleisattacke am Frankfurter Hbf – Täter kommt dauerhaft in die Psychiatrie

Foto: imago images / Patrick Scheiber

Der heute 41-jährige Täter, der am 29. Juli 2019 eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE gestoßen hat, muss dauerhaft in die Psychiatrie.

Das Frankfurter Landgericht wertete die Tat, bei der der Achtjährige getötet wurde, als Mord und im Fall der Mutter als versuchten Mord. Weil das Gericht den Täter, einen anerkannten Flüchtling aus Eritrea, als schuldunfähig einstuft, wird er dauerhaft in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.


Laut dem psychiatrischen Gutachter, der im Rahmen des Gerichtsverfahrens aussagte, sei der Täter eine Gefahr für die Allgemeinheit, da er völlig fremde Menschen attackiert habe. Somit seien auch künftige Opferkreise „völlig unvorhersehbar“, erklärte der Sachverständige. Nach Einschätzung des Gutachters sei der Mann schuldunfähig. Zweifellos habe zum Tatzeitpunkt eine paranoide Schizophrenie in akuter Form vorgelegen, hieß es.

Die schreckliche Tat hatte im vergangenen Jahr auch eine Debatte über die Sicherheit an Bahnsteigen ausgelöst.


red