Neues Leben in alter Schalterhalle: Nachhaltigkeitsaktion am Berliner Zukunftsbahnhof Bornholmer Straße

Foto: DB AG

In die Bahnhofshalle am Zukunftsbahnhof Bornholmer Straße in Berlin zieht wieder Leben ein. Gemeinsam mit lokalen Initiativen, Vereinen und Akteuren testet die Deutsche Bahn dort, ob sich die ehemalige leerstehende Schalterhalle zum Treffpunkt für den Kiez mausern kann.

Noch bis zum 20. September hat dort ein ökologisch nachhaltiger Aktions- und Tauschladen geöffnet. Upcycling-Produkte, Pflanzen aus den angrenzenden Kleingärten, Vintagemode und Designunikate zeigen die Vielfalt der angrenzenden Kieze: Wedding und Prenzlauer Berg. Unter dem Motto “WARTE MAL! Bring Deinen Kiez in den Bahnhof” bietet sich die ganze Palette dessen an, was den Kiez ausmacht: Bildung, Kultur, Kunst und Austausch.

Der S-Bahnhof Bornholmer Straße ist einer von 16 Zukunftsbahnhöfen der Deutschen Bahn; mit täglich rund 50.000 Reisenden ist er zudem ein wichtiger Umsteigeknoten in Berlin. Zu den Neuerungen am Bahnhof gehören beispielsweise seit Anfang des Jahres zwei Rettomaten am Bahnsteig. Die Verkaufsautomaten sind bestückt mit geretteten Lebensmitteln, die rund um die Uhr erhältlich sind. Darüberhinaus wurde die Wegeleitung erneuert, die LED-Beleuchtung erweitert und zwei neue DB Service Stores am Bahnsteig eröffnet.


„Wir sind begeistert, wie wir durch unsere Kooperation mit lokalen Partnern diese wichtige Schnittstelle an der Bösebrücke zwischen Wedding und Prenzlauer Berg neu beleben“, sagt Jochen Kabisch, Leiter Bahnhofsmanagement, DB Station&Service AG. „Wir testen, was den Aufenthalt angenehmer macht und wie wir den Bahnhof besser ins Umfeld einbinden.“ 

Bis Ende 2020 testet das Unternehmen an ausgewählten Bahnhöfen neue Konzepte für Reisende und Bahnhofsbesucher, um herauszufinden, welche Ideen die Zufriedenheit der Kunden erhöhen. Die DB investiert nach eigenen Angaben rund 17 Millionen Euro in die Zukunftsbahnhöfe.

Foto: DB AG

Die Station Bornholmer Straße wurde 1935 eröffnet. An diesem S-Bahnhof begegnen sich Gegenwart und Geschichte: Hier führte von 1961 bis 1989 der S-Bahn-Verkehr inmitten der Mauer entlang; Ost- und West-S-Bahnen fuhren so, dass man sich in die Augen schauen konnte. 1989 ging am Grenzübergang Bornholmer Straße der erste Schlagbaum hoch. Damit wurde der Mauerfall eingeläutet.


red