Mecklenburg-Vorpommern: Neue ODEG-Zugflotte auf den Linien RE9 und RE10 vollständig im Einsatz

Foto: ODEG

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) hat kürzlich den letzten Triebwagen vom Typ Desiro ML von Zughersteller Siemens Mobility erhalten. Ab sofort verkehren die insgesamt sieben neuen Fahrzeuge im Nahverkehr der Ostseeregion.

Die neue Zugflotte der ODEG, bestehend aus sieben dreiteiligen Desiro-ML-Zügen, ist seit wenigen Tagen vollständig im Einsatz. Die neuen Fahrzeuge fahren im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) auf den Linien RE9 (Rostock – Stralsund – Binz/Sassnitz) und RE10 (Rostock – Stralsund – Züssow). Die ODEG hat die Triebfahrzeuge bei der Leasinggesellschaft Alpha Trains Europa GmbH gemietet. Fahrzeughersteller ist Siemens Mobility Österreich, ansässig in Wien.

„Diese Desiro-Generation der Elektrotriebwagen besticht durch ausgezeichneten Komfort“, freut sich ODEG-Geschäftsführer Bernd Schniering. „Großzügige Sitzabstände und verstellbare Fahrgastsitze sorgen für viel Platz, denn im Desiro ML stehen über 90 Prozent der Zuglänge den Fahrgästen zur Verfügung.“ Auch Detlef Lindemann, Geschäftsführer der VMV, zeigt sich erfreut, dass die neuen Züge jetzt auf dem Streckennetz in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt werden können.


Der Fahrgastraum verfügt über eine gesteuerte LED-Beleuchtung, die sich den Tages- und Lichtverhältnissen anpasst. Die Frischluftzufuhr wird automatisch in jedem Wagen über eine Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlage (HKL) mit CO2-Sensoren gemäß der Auslastung reguliert. Separate Mehrzweckbereiche ermöglichen die Mitnahme von 24 Fahrrädern im dreiteiligen Zug und 36 im vierteiligen Zug.

Einer der bautechnischen Vorzüge des Desiro ML sei, dass ein Umbau des Fahrzeugs auf einen Vierteiler möglich ist. So sollen im Frühjahr 2021, wie ohnehin geplant, die derzeitigen Dreiteiler um einen Wagenkasten erweitert werden, um den in Mecklenburg-Vorpommern steigenden Fahrgastzahlen Rechnung zu tragen. Dann soll es auch einen noch hochwertigeren 1. Klasse-Bereich im Zug geben, heißt es von Seiten der ODEG. Für aktuelle Fahrgastinformationen stehen große TFT-Monitore zur Verfügung. Es besteht ein barriere- bzw. rampenfreier Zugang zum Universal-WC. Alle Einstiege erhalten einen tiefliegenden Schiebetritt und am letzten Einstieg je eine Spaltüberbrückung.


red