„Die Bahn muss bleiben“ – Parteikollege kritisiert Bayerns Verkehrsministerin für „grobe Fehlentscheidung“

Foto: Länderbahn / Stefan Ebner

Der CSU-Vorsitzende im Landkreis Regen, Stefan Ebner, hat seine Parteikollegin Kerstin Schreyer scharf kritisiert. Das verkündete Aus für die Bahnstrecke Gotteszell – Viechtach sei eine „grobe Fehlentscheidung“.

Die Entscheidung des Bayerischen Verkehrsministeriums, die Waldbahn-Linie zwischen Gotteszell und Viechtach im kommenden Jahr einzustellen, ist nach Ansicht des CSU-Politikers eindeutig falsch. Wenn man den ländlichen Raum stärken wolle und ständig davon spricht, dann müsse man dies auch tun. Die jetzige Entscheidung bewirke aber das Gegenteil, sagte Ebner.


Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (ebenfalls CSU) hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass die eingleisige, rund 25 Kilometer lange Bahnstrecke nicht dauerhaft reaktiviert werden soll. Der derzeit laufende Probebetrieb soll nach Ankündigung des Ministeriums im September 2021 enden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass die Anzahl der Fahrgäste in den letzten drei Jahren deutlich unter 500 pro Werktag lag. Um den Betrieb auf der Strecke zu erhalten, wären allerdings mehr als doppelt so viele Fahrgäste notwendig, hatte das Landesverkehrsministerium mitgeteilt.

In seinem Statement fordert Ebner seine Parteikollegin auf, die getroffene Entscheidung zurückzunehmen. Denn man nehme der Region nicht nur die Bahn weg, sondern auch 100 Arbeitsplätze, betonte der Lokalpolitiker. 

Eine kürzlich gestartete Online-Petition kämpft ebenfalls für den Erhalt der beliebten Bahnstrecke. Über 6.400 Unterzeichner hat die Aktion bereits.


red