Frankreich: Gefangen im TGV – Wegen Stromausfall mussten über 1.000 Reisende in mehreren Zügen übernachten

Foto: Pixelio / Erich Westendarp (Symbolbild)

Für eine mehr als unschöne Rückreise zum Ferienende hat am Sonntag (30. August) ein längerer Stromausfall auf einer Bahnstrecke im Südwesten Frankreichs gesorgt. 

Rund 1.500 Reisende saßen in der Nacht von Sonntag auf Montag in mehreren Zügen zwischen Dax und Morcenx fest. Über viele Stunden ging nichts mehr. Ein TGV mit mehr als 1.000 Passagieren erreichte sein Ziel erst am Montagmorgen. Ursprünglich sollte der Zug bereits am Sonntag um 16 Uhr in Paris eintreffen. 440 weitere Reisende saßen in zwei anderen Zügen fest.

Viele der Betroffenen zeigten sich unzufrieden mit dem Krisenmanagement des Bahnunternehmens SNCF und kommunizierten ihren Ärger in den sozialen Medien. Einige der Zuginsassen hätten zudem Angst vor einer möglichen Corona-Ansteckung gehabt, wird berichtet.


Von Seiten der französischen Staatsbahn sowie der Regierung konnte man die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Immerhin habe man 4000 frische Gesichtsmasken verteilt, um die Gesundheit der Reisenden zu schützen, sagte der stellvertretende Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari im französischen Fernsehen, berichtete die tagesschau. Ebenso hätte man Decken, Wasser und Croissants ausgegeben.

„Die SNCF bedauert zutiefst diese Situation, die ihre Reisenden in große Schwierigkeiten gebracht hat“, hieß es am Montag in einer Stellungnahme des Unternehmens. Die Reisenden sollen nun das Dreifache des Ticket-Preises erstattet bekommen, versprach Djebbari.


red