Schweiz: Ausschreibung für Großauftrag – Drei Hersteller für neue S-Bahn-Züge noch im Rennen

Foto: SBB / Thurbo / RegionAlps

Die Zughersteller Alstom, Siemens und Stadler haben es in die zweite Runde der mehrstufigen Ausschreibung für die Lieferung von fast 200 Neufahrzeugen geschafft.

SBB, Thurbo und RegionAlps benötigen 194 neue, einstöckige Triebzüge, für den künftigen S-Bahnverkehr in der Schweiz. Die Hersteller Alstom, Siemens und Stadler befinden sich in der nächsten Runde der am 18. Mai gestarteten Ausschreibung. Die drei Unternehmen haben nun bis Mitte 2021 Zeit, ihre Angebote zu erarbeiten. Anschließend soll bis 2022 die Vergabe erfolgen, so dass die ersten Züge ab dem Fahrplan 2026 eingesetzt werden können.

Durch die neuen Züge sollen primär die bisherigen S-Bahn-Fahrzeuge altersbedingt ersetzt werden. Der Auftrag enthält zudem eine Option für den flexiblen Abruf von insgesamt 316 Neufahrzeugen. Wie es von Seiten der SBB heißt, setze man bewusst auf keine Neuentwicklung, sondern auf einen Zugtyp, der sich bereits in einem europäischen Land bewährt hat.


Um in die zweite Stufe des Auswahlprozesses zu gelangen, mussten die Hersteller ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen, ihre Kapazitäten und Ressourcen, ihr Qualitätsmanagement und die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen nachweisen. Ihre Erfahrung und die spezifische Marktausrichtung wurden über ein gewähltes, sogenanntes Plattformfahrzeug geprüft, welches mit den Angebots-, Infrastruktur- und Fahrplankonzepten abgeglichen wurde.


red/SBB