ÖBB-Tochter und voestalpine Stahl gründen Joint Venture zur Produktion der Waggoninnovation TransANT

Foto: RCG / David Payr

Die ÖBB-Technische Services GmbH, eine Tochter der ÖBB Rail Cargo Group und die voestalpine Stahl GmbH, eine Gesellschaft der Steel Division des voestalpine-Konzerns, haben einen Vertrag zur Gründung der TransANT GmbH unterzeichnet. Mit dem Joint Venture wurde die Umsetzung des gemeinsam entwickelten Plattformkonzeptes TransANT besiegelt.

Der innovative Plattformwagen in Leichtbauweise der beiden Unternehmen soll nicht nur neue Maßstäbe in der Bahnlogistik hinsichtlich Flexibilität und Modularität, sondern auch einen neuen Standard am Güterverkehrsmarkt setzen. „Mit dem TransANT haben wir unser Know-how für innovative Transportlösungen in ein richtungsweisendes Konzept umgesetzt. Mit dem Joint Venture bringen wir diese revolutionäre Technologie nun auf die Schiene und machen den Schienengüterverkehr damit flexibler, nachhaltiger und attraktiver“, sagt Sandra Gott-Karlbauer, Geschäftsführerin der ÖBB-Technische Services GmbH. „Mit der Unterzeichnung des Joint Ventures gehen wir einen richtungsweisenden Schritt im Schienengüterverkehr. TransANT ist die Innovation, die wir heute brauchen, um den Markt von morgen zu revolutionieren“, so ÖBB RCG Vorstand Thomas Kargl. „Was vor zwei Jahren am Papier begann, schont heute bereits die Umwelt und spart Kosten. Das Joint Venture bietet uns einen gemeinsamen Rahmen eine Innovation zu treiben, deren Zeit gekommen ist“, bekräftigt Wolfgang Mitterdorfer, Vertriebsvorstand der Steel Division des voestalpine-Konzerns.

Foto: RCA / Scheiblecker

Mit dem TransANT soll dem Kunden eine neue Welt der Bahnlogistik eröffnet werden. Das modulare Plattformkonzept ermöglicht dem Kunden laut der ÖBB nicht nur die Zuladung größerer Mengen, sondern auch einen flexiblen Aufbau, der sich an dessen individuellen Logistikbedarf anpasst. Seit der Produkteinführung im Herbst 2018 wird an der Serienfertigung des TransANT gearbeitet. Durch das gebündelte Know-how der ÖBB, der voestalpine und der voestalpine-Logistiktochter Logserv konnten rasch die ersten Prototypen für Testfahrten an Kunden geliefert werden. Seit Herbst 2019 sind schließlich die ersten 60 Güterwagen aus der TransANT-Produktfamilie bei der voestalpine für den Transport von heimischem Erz im Einsatz.


Das Joint Venture von ÖBB RCG und voestalpine hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kapazitäten im Bereich innovativer und kosteneffizienter Güterwagen am Markt zu schaffen und über Konzerngrenzen hinweg die notwendige Agilität zu erhalten. Zielsetzung der Projektgesellschaft, mit einer Beteiligung von 50 Prozent je Partner, ist die Bündelung der Aktivitäten beider Konzerne beginnend mit einer Vorbereitungsphase zur Planung, Projektierung und dem Kontaktaufbau zu möglichen Kunden des innovativen Güterwagenkonzepts TransANT. Mit der Unterzeichnung des Joint Ventures wurde die Partnerschaft nun formalisiert und die Planung des Werksaufbaus, der Vorserienproduktion und Überleitung in die Serienproduktion eingeläutet.


red