Ceneri-Basistunnel in der Schweiz ist eröffnet – Neue Eisenbahn-Alpentransversale vollendet

Foto: SBB

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat zusammen mit Bundesrat Ignazio Cassis und dem Tessiner Staatsratspräsident Norman Gobbi den Ceneri-Basistunnel in der Schweiz offiziell eröffnet.

Damit wird die 1992 beschlossene Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) vollendet. Mit dem Jahrhundertwerk stärkt die Schweiz ihre Verlagerungspolitik und den Alpenschutz. Laut der SBB gelangen die Reisenden so rascher von Nord nach Süd – und das Tessin erhält dank dem Ceneri eine attraktive S-Bahn. SBB-Chef Vincent Ducrot und Dieter Schwank, CEO AlpTransit Gotthard AG (ATG), betonten am Festakt ebenfalls die Bedeutung der NEAT für die Schweiz und den Bahnverkehr.


Mit der NEAT stellt die Schweiz eine moderne, leistungsfähige Bahninfrastruktur auf dem europäischen Nord-Süd-Korridor durch die Alpen zur Verfügung. Im Dezember 2020 erfolgt die fahrplanmäßige Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels zwischen Camorino und Vezia. Damit wird der alte Traum von der Flachbahn mitten durch die Alpen Wirklichkeit.

Bis zur Übergabe des 15,4 Kilometer langen Tunnels an die SBB Anfang September fanden in den vergangenen Monaten umfangreiche Testfahrten im Ceneri-Basistunnel statt. Die erste Fahrt mit einer Maximalgeschwindigkeit von 275 km/h erfolgte in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai.

Die Kosten für den Tunnel lagen am Ende bei 3,6 Milliarden Franken und damit dreimal höher als anfangs veranschlagt. Ursprünglich waren 1,2 Milliarden Franken für den Bau vorgesehen. Insgesamt investierte die Schweiz rund 23 Milliarden Franken in die NEAT.


red