Nach Güterzugunfall in Niederlahnstein – Bahnlinien RE 25 und RB 23 sollen ab Montag wieder verkehren

Foto: Rhein-Lahn-Kreis

Gut eine Woche nach der Güterzugentgleisung im Bahnhof Niederlahnstein im Rhein-Lahn-Kreis soll ein Teil des Zugverkehrs mit Beginn der kommenden Woche wieder aufgenommen werden.

Ein Teilbereich des Bahnhofs in Niederlahnstein ist nach Angaben der Deutschen Bahn wieder nutzbar. Wie ein Bahnsprecher am Freitag mitteilte, sollen die Nahverkehrslinien der Lahn-Eifel-Bahn RE 25 (Koblenz – Gießen) und RB 23 (Mayen Ost – Limburg) ab dem kommenden Montag (7. September) wieder planmäßig verkehren. Die von der VIAS betriebene RB 10 (RheingauLinie) zwischen Neuwied und Oberlahnstein entfällt aber weiterhin.

Die verunfallten Güterwagen sind bereits geborgen. Am Wochenende sollen die beschädigten Gleise und Weichen im Bahnhof Niederlahnstein entfernt werden. Anschließend ist geplant, den mit Diesel kontaminierten Boden auszuheben. Laut einem SWR-Bericht müssen dabei möglicherweise bis zu 12.000 Tonnen des Erdreichs ausgetauscht werden. Die vollständige Wiederherstellung der Infrastruktur im Bahnhof wird daher wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen.


Bei dem Unfall am 30. August waren mehrere Kesselwagen eines Güterzuges im Bahnhof Niederlahnstein aus den Gleisen gesprungen. Anders als zunächst erklärt, soll es sich bei der Ladung aber nicht um Bio-Diesel, sondern um Dieselkraftstoff gehandelt haben.

Zur entstandenen Schadenshöhe liegen bislang keine Informationen vor. Auch die Ursache der Entgleisung ist weiterhin unklar. Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) und die Bundespolizei ermitteln.


red