35-Jähriger springt nach „Raucherpause“ am Bahnsteig auf abfahrenden ICE auf

Foto: EVN (Symbolbild)

Ein 35-jähriger Mann hat am Montagabend (7. September) durch sein lebensgefährliches Handeln für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr gesorgt.

Polizeiangaben zufolge war der Mann um kurz nach 18 Uhr am Hauptbahnhof Halle für eine Raucherpause ohne sein Gepäck ausgestiegen. Als sich der ICE, der auf dem Weg von Wien in Richtung Berlin war, wieder in Bewegung setzte, sprang der Mann auf diesen auf und hielt sich an der Außenseite fest. Ein Zeuge, der den Vorfall bemerkte, verständigte den Notruf. Die Landespolizei informierte daraufhin die zuständige Bundespolizei sowie die DB-Notfallleitstelle. Anschließend wurde das Zugpersonal über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt und der Zug am S-Bahn-Haltepunkt Landsberg (bei Halle) gestoppt.

Eine Streife der Bundespolizei nahm den „blinden Passagier“ vor Ort unverletzt in Empfang und belehrte ihn über sein lebensgefährliches Handeln. Laut einem Bundespolizeisprecher zeigte sich der aus Bosnien und Herzegowina stammende Mann einsichtig. Der ICE konnte seine Fahrt nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen gegen 19:15 Uhr mit einer Verspätung von etwa 56 Minuten fortsetzen. Den 35-Jährigen erwartet nun eine Ordnungs­widrigkeits­anzeige. Außerdem könnten gegebenenfalls zivilrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn auf ihn zukommen.


red