Feierlicher Roll-out: BLS und Stadler präsentieren erstmals den FLIRT der neuesten Generation

Foto: Stadler

Der erste von 58 neuen Zügen für das Schweizer Bahnunternehmen BLS ist fertig gebaut. Bernard Guillelmon, CEO der BLS, und Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und Group CEO ad interim von Stadler, haben in Erlen erstmals den neusten BLS-Zug des Typs FLIRT der Öffent­lichkeit präsentiert.

Im Rahmen des sogenannten Roll-outs wurden die neuen Züge auf den Namen MIKA getauft. MIKA steht für moderner, innovativer, kompakter Allroundzug. Die Taufe von Zugflotten hat Tradition bei der BLS. So sind die von Stadler gebauten Doppelstocktriebzüge des Typs KISS als MUTZ unterwegs. Der Name für die neuen Züge wurde im Rahmen eines von der BLS öffentlich durch­geführten Wettbewerbs ausgewählt. „Unser MIKA verbindet Men­schen und Regionen: Schon bald bringt er unsere Kundinnen und Kunden auf dem Netz der S-Bahn Bern und den Regio­Express-Strecken sicher und komfortabel ans Ziel“, sagt BLS-Chef Bernard Guillelmon.

BLS und Stadler haben bei der Ausgestaltung der sechsteiligen Züge von Beginn an Kunden­vertreter, ausgewählte Fahrgäste sowie Behindertenorganisationen einbezogen. Sowohl die S-Bahn- wie auch die RegioExpress-Züge verfügen über niederflurige und großzügige Einstiegs­bereiche mit Stehplatzzonen, großen Fenstern, Ablageflächen, Steckdosen in der ersten und zweiten Klasse und guten Handyempfang. Sie sind einstöckig und 105 Meter lang. Die Regio­Express-Züge sind mit einer Verpflegungszone ausgestattet. Die Züge für den S-Bahn-Verkehr (28 Stück) und für den RegioExpress-Verkehr (30 Stück) sind technisch identisch. Ab 2021 sollen die Züge schrittweise auf der Linie Bern – Neuchâtel – La-Chaux-de-Fonds eingesetzt werden.

Foto: Stadler

Die 58 Triebzüge der neusten Generation des Typs FLIRT ersetzen drei ältere Fahrzeugtypen und vereinheitlichen die BLS-Flotte. Damit werden der Betrieb, die Einsatzplanung und der regelmäßige Service der Züge stark vereinfacht.

ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA

Bei den neuen FLIRT der BLS kommt das neue ETCS-Zugsicherungssystem GUARDIA von Stadler zum Einsatz. Erstmals wird damit in der Schweiz diese Neuentwicklung in einer größeren Serie von Triebzügen installiert. „Obschon wir erst 2016 in den Signalling-Bereich eingestiegen sind, können wir bereits jetzt der BLS ein eigenes, innovatives und zuverlässiges Zugsicherungssystem anbieten. Das macht uns als Unternehmen unabhängiger, wovon unsere Kunden profitieren werden“, betonte Stadler-CEO Peter Spuhler im Rahmen der Roll-out-Feierlichkeiten.

GUARDIA besteht aus Hard- und Software, die im Zug installiert wird. Position, Geschwindigkeit und weitere Daten werden dem Lokführer angezeigt und an die Zentrale übermittelt. Gleichzeitig können Daten wie die Fahrerlaubnis empfangen werden. GUARDIA markiert für den Schienen­fahrzeughersteller aus der Ostschweiz einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmens­geschichte.


red