Ungewöhnlicher Rettungseinsatz im ICE – Volltrunkene Seniorinnen liegen im Gang

Foto: Bundespolizei (Symbolbild) | aktualisiert am 9. September 2020, 19:32 Uhr

Rettungssanitäter und Bundespolizisten wurden am Dienstagabend (8. September) zu einem ungewöhnlichen Einsatz im Hauptbahnhof Hannover gerufen.

Die Zugbegleiter eines ICE aus Berlin wollten zwei Frauen (72, 75) von der Weiterfahrt ausschließen. Laut einem Sprecher der Bundespolizei hatten die Damen im Zug ordentlich einen zur Brust genommen und konnten das Gleichgewicht wohl nicht mehr halten. Schließlich lagen sie volltrunken im Gang und waren nicht mehr in der Lage, allein aufzustehen. Die eingesetzten Bundespolizisten waren behilflich und holten das Duo aus dem Zug.

Ein Alkoholtest ergab bei der 72-Jährigen aus Münster einen beeindruckenden Wert von 4,21 Promille. Ihre Mitreisende aus Gütersloh brachte es auf beachtliche 3,02 Promille. Beide Damen waren völlig derangiert und nicht mehr in der Lage, selbständig zu gehen. Trotzdem verweigerten sie strikt die Mitnahme ins Krankenhaus. Sie wollten lieber nach Hause fahren.

Vorsorglich nahmen die Beamten die abgefüllten Damen zum Ausnüchtern in Schutzgewahrsam. Sechs Stunden später erwachten die Seniorinnen in je einer Zelle. Anschließend konnten sie wieder gehen.


red/BPol