Über 80 Personen ohne Fahrschein im Zug – Großeinsatz der Polizei am Bahnhof Bardowick

Foto: Bundespolizei (Symbolbild)

Weil sich fast 90 Reisende ohne Fahrschein in einem Regionalzug von Lüneburg in Richtung Hamburg befanden, verständigte das Zugpersonal die Polizei. Bei den Personen handelte es sich um Aktivisten einer kurdischen Jugendbewegung.

Laut einer Mitteilung der Bundespolizei wurden die Einsatzkräfte am Donnerstagvormittag (10. September) zum Bahnhof Bardowick in Niedersachsen alarmiert. In einem Metronom-Zug war eine große Personengruppe ohne Tickets angetroffen worden. Bei der Kontrolle sollen sie die Zugbegleiterin zudem auf massive Weise bepöbelt haben. Als die ersten Beamten vor Ort eintrafen, seien sie bereits von ca. 90 Personen mit massiver körperlicher Gewalt angegriffen worden. Insgesamt seien 248 Beamte der Bundespolizei und 54 der Landespolizei Niedersachsen notwendig gewesen, um die Situation zu beruhigen und die Identität der Randalierer festzustellen, erklärte ein Bundespolizeisprecher.

Im Ergebnis wurden unter anderem 87 Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen, 14 Strafverfahren wegen unerlaubtem Aufenthalt in Deutschland und sechs Strafverfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte eingeleitet. Außerdem erwartet viele der Personen ein Bußgeld wegen des Verstoßes gegen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.


red