FlixMobility und LEO Express haben Kooperation beendet – Neustart für Strecke Berlin–Stuttgart weiter ungewiss

Foto: FlixMobility

Der Fernbus- und Fernzuganbieter FlixMobility hat die bisherige Zusammenarbeit mit dem tschechischen Bahnunternehmen LEO Express beendet. Bis Mitte März war das Unterneh­men für die grünen Züge der Marke FlixTrain auf der Strecke Berlin–Stuttgart im Einsatz.

Wie das Online-Portal Drivest berichtet, hätten laut FlixMobility verschiedene unternehmerische Entscheidungen auf Seiten von LEO Express zum Ende der Kooperation geführt. Dem widerspricht Unternehmenssprecher Emil Sedlařík und erklärt: „Nach drängen von LEO Express zur Wiederauf­nahme auf der Strecke Berlin–Stuttgart, wurde der Vertrag von FlixTrain rechtswidrig gekündigt.“ FlixMobility hatte im März den Zugbetrieb aufgrund der coronabedingten niedrigen Nachfrage ein­gestellt. Weiter heißt es: „Offensichtlich konnte oder wollte FlixTrain seinen vertraglichen Pflichten sowie Zahlungen für erbrachte Dienstleistungen während der Stillstandszeit nicht nachkommen“, so Sedlařík. Dem Unternehmenssprecher zufolge plant LEO Express aber dennoch weiterhin im deutschen Markt für Personenzugverkehre zu expandieren.


Die Partnerschaft der beiden Unternehmen war 2017 mit dem Ende des FlixTrain-Vorgängers Locomore entstanden. Damals übernahm LEO Express den Betrieb, FlixMobility die Vermarktung der Tickets.

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Wann FlixMobility die Zugverbindung zwischen Stuttgart und Berlin mit einem neuen Betreiber wieder aufnimmt, ist weiterhin unklar. Aber auch auf den beiden anderen Linien Hamburg–Köln sowie Köln–Berlin hat es in den letzten Monaten Veränderungen gegeben: Nachdem sich FlixMobility und BahnTouristik­Express ebenfalls getrennt hatten, übernehmen seit Juli die Bahnunternehmen IGE und SVG den Betrieb der grünen Züge.

Über die bisherigen Strecken hinaus will FlixMobility ab Dezember auch eine Verbindung zwischen Hamburg und Berlin sowie in Zukunft eine neue Linie zwischen Hamburg und Stuttgart anbieten.


red