Zug kollidiert mit Schutzhalttafel – Bundespolizei ermittelt nach Eingriff in den Bahnverkehr

Foto: EVN (Symbolbild)

Bislang unbekannte Täter haben am Montag (14. September) auf der Bahnstrecke zwischen Halle (Saale) und Halberstadt für einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr gesorgt.

Laut einer Mitteilung der Bundespolizei war eine Regionalbahn gegen 20:15 Uhr im Stadtteil Halle-Trotha mit einer Schutzhalttafel kollidiert. Diese war offenbar zuvor durch bisher unbekannte Täter in den Gleisbereich gelegt worden. Der betroffene Lokführer leitete bei Erkennen des Hindernisses eine Schnellbremsung ein, konnte den Aufprall jedoch nicht mehr verhindern.

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Das Triebfahrzeug wurde bei der Kollision im Bereich der Ölwanne erheblich beschädigt und verlor zudem Diesel­kraftstoff. Polizeiangaben zufolge blieben die zehn Fahrgäste des Zuges und der Lokführer unverletzt. Der Lokführer informierte die DB-Notfallleitstelle und setzte seine Fahrt wenig später bis zum nächstgelegenen Haltepunkt Wallwitz fort. Nachdem das Leck am Zug abgedichtet war, wurde dieser in eine Werkstatt überführt.

Die Bahnstrecke wurde zeitweilig gesperrt. Eine eingesetzte Streife der Bundespolizei stellte am Ereignisort eine deutlich sichtbare Ölspur und mehrere Metallteile fest. Ein ebenfalls hinzugerufener Notfallmanager der Deutschen Bahn veran­lasste die Bereinigung der Ölspur im Gleis. 

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, die Angaben  zur Tat oder den Tätern machen können, sich telefonisch unter der Nummer 0391 / 56549 555 bei der Bundespolizeiinspektion Magde­burg zu melden.


red